
Dieser Zeit geistern unendlich viele Zahlen durch die Presse. Eine ließ mich gestern aufhorchen. Da hieß es: Vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 rund 654.300 Kinder geboren, das waren 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wenn das ein einmaliger Rückgang wäre - na gut. Aber die Geburtenrate sinkt ja kontinuierlich.
Was will nun die Politik machen, worüber diskutiert man? Man will Eltern, man will Müttern und Kindern mehr Geld geben. Das ist nicht mehr als nationale Scheckbuchpolitik. Die bringt bekanntlich nichts.
Wie wäre es mit einem Blick zurück auf das Jahr 1964? Dieses Jahr gilt mit 1,35 Millionen Geburten als der geburtenstärkste Jahrgang seit 1945. Damals war die Ehefrau so etwas wie die Sklavin des Mannes. Eine alleinerziehende Mutter galt – um es gelinde zu formulieren – als Flittchen, ihr Kind als Bastard. Frauen gingen zumeist nicht arbeiten, Kindergärten gab es kaum, Kindergeld auch nicht. Autos, Urlaubsreisen, moderne Haushaltsgeräte, übervolle Kleider- und Schuhschränke waren für die meisten Frauen etwas utopisches. Das Gesundheitswesen hatte kaum etwas mit dem heutigen zu tun. Frau studierte nur in Ausnahmefällen und im Fernsehen sah man – so man ein Gerät hatte – mehr das Testbild als ein Programm.
Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Nun glaube ich nicht, dass wir dahin zurück kehren sollen, damit wieder mehr Kinder geboren werden. Es zeigt aber, dass mehr Geld, dass ein karriereorientiertes Leben von Frauen UND Männern, das Streben nach Luxus nicht dazu führt, dass sich Menschen dazu entscheiden, Kinder zu bekommen. Da braucht es wohl andere Ideen.
Meine Idee jetzt? Frühstücken mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Pauline, Silvio
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Mehr Sex
… oder mehr Geld
Veröffentlicht am: 30.04.2026
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