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NIE WIEDER! GEGEN DAS VERGESSEN DER NS-VERBRECHEN

... im Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland



In den kommenden Jahren wird es kaum noch Überlebende des Holocaust und andere Opfer des NS-Regimes geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten. Wie sichern wir die Beweise an den Tatorten und schützen die authentischen Zeugnisse im digitalen Zeitalter? Diese Ausstellung stellt zentrale Fragen zu Gedenkarbeit und Erinnerungskultur in den Mittelpunkt und möchte die Arbeit der Gedenkstätten unterstützen, die noch heute Orte der Trauer sind.


Wie steht es aktuell in Deutschland um die Erinnerungskultur in Bezug auf die NS-Verbrechen und welchen Angriffen hat sich das Gedenken zu erwehren? Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle beleuchtet die sich wandelnden Methoden des Gedenkens an die NS-Verbrechen anhand künstlerischer Positionen sowie historischer Zeugnisse und Objekte. Sie untersucht, wie gegen das Vergessen und für das Erinnern gearbeitet und gekämpft werden muss und wird, um die Demokratie zu schützen.

Wie halten wir die Erinnerung lebendig?

Es gibt viele Methoden, um das Gedenken an die NS-Verbrechen lebendig zu halten: 1. WISSEN: die Notwendigkeit der Fakten- und Wissensvermittlung über das Geschehene, 2. TATORTE: die Tatortsicherung und andauernde forensische Forschung in den Gedenkstätten, 3. DENKMÄLER: die Funktion des Denk- und Mahnmals zur Stärkung der verschiedenen Opfergruppen, 4. GEDÄCHTNIS: das individuelle und familiäre Gedächtnis der Generationen seit 1933 und die Gemeinschaftsleistung, ein kulturelles Gedächtnis zu bewahren, 5. ZUKUNFT: die aktuell relevanten Fragen des digitalen Gedenkens und der Zukunft der Erinnerungskultur. Dabei sollen in allen Kapiteln der Ausstellung auch Methoden des „Vergessen-Machens“ deutlich werden, die heute dem Gedenken entgegenstehen.

Hochkarätige Expert*innen wie Aleida Assmann, Meron Mendel, Susanne Siegert, Eva Umlauf und Jens-Christian Wagner haben an Ausstellung und Begleitbuch mitgearbeitet.

Künstler*innen: Christian Boltanski, Peggy Buth, Maria Eichhorn, Harun Farocki, Sam Goodman, Ayala Shoshana Guy, Hans Haacke, Käthe Kollwitz, Bracha Lichtenberg Ettinger, Boris Lurie, Antje Majewski, Andreas Maus, Gustav Metzger, Zoran Music, Henrike Naumann, Marcel Odenbach, Raffael Rheinsberg, Gerhard Richter, Natalia Romik, Gregor Schneider, Jósef Szajna, Luc Tuymans, Alfred Ullrich, Wolf Vostell, Barbara Yelin

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn

Bild: Christian Boltanski, Menschlich, 1994 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Marek Kruszewski

 


Veröffentlicht am: 14.10.2026

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