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E wie extrem

Der Porsche Taycan Turbo GT - ein Stromer auf Speed

Vergessen Sie alles, was Sie bisher über leistungsstarke Serien-Elektroautos gehört oder jemals erfahren haben. Es geht noch viel extremer. Porsche bringt mit dem Taycan Turbo GT sein bisher stärkstes Serienfahrzeug auf den Markt. Die Leistung beträgt 580 kW (789 PS), im Overboost mobilisiert der Turbo GT stramme 760 kW (1.034 PS) und für zwei Sekunden gipfelt der Peak sogar bei 815 kW (1108 PS). Nicht minder beeindruckend ist das maximale Drehmoment von gewaltigen 1340 Newtonmetern, das neben der immensen Power weitere Urgewalten auslöst.

Nüchtern betrachtet, ist der neue Porsche Taycan Turbo GT die Antwort auf den bis zu 1020 PS starken Tesla Model S Plaid. Doch es ist anders. Mit ihrem neuen Topmodell hebt die Mannschaft aus Zuffenhausen die E-Mobilität auf ein neues, bisher einzigartiges Level und legt in vielen Belangen noch eine ordentliche Schippe drauf. Herausgekommen ist das bisher stärkstes Serienfahrzeug der Marke.

Auf der Rennstrecke Monteblanco im Süden Spaniens können wir den Porsche Taycan Turbo GT zum ersten Mal ausprobieren. Auf dem abgesperrten Terrain lässt sich der Grenzbereich sicher ausloten. Daher muss es bei unserem ersten Rendezvous auch gleich die heftigere Ausführung des Turbo GT sein. Denn Porsche bietet sein schärfstes E-Kraftpaket auch in einer Variante mit Weissach-Paket an.

Die Rückbank wird geopfert



Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket setzt auf eine optimierte Aerodynamik und Leichtbau. Vor allem durch den Einsatz von Kohlefaser setzten die Ingenieure ihn auf Diät. Angefangen bei den Blenden der B-Säule, den Oberschalen der Außenspiegel oder etwa den Einlegern der Seitenschweller bis hin zum feststehenden Heckspoiler. Abgespeckt wurde auch im Innenraum. Die Vollschalensitze bestehen ebenfalls aus Carbon und die Rückbank samt Sicherheitsgurten flog aus Gewichtsgründen raus. Hier befindet sich nun eine Verkleidung aus CFK mit einer Ablage. Somit ist der Turbo GT mit Weissach-Paket ein reiner Zweisitzer.

Außerdem wurde ein Teil der Geräuschdämmung geopfert, während die Keramikbremsen um zwei Kilogramm leichter wurden. Spezielle 21-Zoll-Schmiederäder sparen weiteres Gewicht. Hinzu kommen Carbon-Flaps an den vorderen Stoßfängern, die für Abtrieb sorgen. Im Vergleich zum bisherigen Topmodell, dem Taycan Turbo S, ist der GT mit Weissach-Paket 75 Kilogramm leichter. Im direkten Vergleich mit dem herkömmlichen GT sind es immerhin 22 Kilo. Das konsequent auf die Rundstrecke abgestimmte Performancepaket bietet Porsche zum ersten Mal aufpreisfrei an. Daher bleibt der Preis mit 240.000 Euro für beide GT-Versionen gleich.

Ohne Weissach-Paket sprintet der Taycan Turbo GT in beeindruckenden 2,3 Sekunden auf Tempo 100, erreicht die 200-Marke nach nur 6,6 Sekunden, und ist 290 km/h schnell. Mit Weissach-Paket sind es mit 2,2 Sekunden nochmals ein Zehntel weniger und in der Spitze 15 Stundenkilometer mehr. Ähnlich wie in der Formel E gibt es zudem einen „Attack Mode“, der auf Knopfdruck für jeweils zehn Sekunden eine Zusatzleistung von 120 kW (163 PS) bereitstellt und für einen weiteren Kick beim Ritt mit dem Porsche sorgt.

Dementsprechend vehement geht es zur Sache. Die brachiale Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist extrem und reißt selbst mit hohen 200 Km/h nicht ab. Das enorme Leistungspotential ist jederzeit im Überfluss vorhanden und flößt Respekt ein. Selbst auf der langen Geraden auf der Strecke in Andalusien will es nicht abreißen. Und an der kurzen Steigung, wo der Fahrer in Monteblanco praktisch blind den Hang hinaufschießt, stockt uns kurz der Atem. Das ist selbst für einen erfahrenen Autotester richtig spektakulär.

Zwei Autos, ein Preis



Das bei den GT-Varianten serienmäßige Active-Ride-Fahrwerk hat mit der hohen Power keine Probleme. Die neue Luftfederung passt sich auf die Fahrbahnbeschaffenheit in Millisekunden an und eliminiert unerwünschte Brems- und Nickbewegungen. In Kurven lenkt der Porsche sehr präzise ein. Der Fahrer spürt jederzeit und sehr transparent, was das Auto macht. Die Vorderachse bietet einen enormen Gripp, während das Heck kontrolliert einlenkt. Die hohe Querdynamik erweist sich bei der Jagd nach schnellen Rundenzeiten als überaus dienlich. Eindrucksvoll auch mit welch einer hohen Traktion der Allrad-Porsche am Scheitelpunkt herausbeschleunigt. Dabei fährt er sich stets sicher.

Sowohl der Turbo GT als auch die Leichtbauvariante mit Weissach-Paket zeigen Motosport-Gene und sind eigentlich reinrassige Rennwagen mit Straßenzulassung. Doch erweisen sie sich auf öffentlichen Straßen als ausgewogen und vollkommen alltagstaugleich. Lässiges Cruisen stellt beide Varianten vor keine große Herausforderung. Bisher gibt es den stärksten Serien-Porsche ausschließlich als viertürige Limousine. Der Kombi Sport Turismo sowie der höhergelegte Geländeableger Cross Turismo gehen dagegen in Sachen GT leer aus. Aber vielleicht schärft Porsche ja hier noch ebenfalls nach. (cen)

Foto: Autoren-Union Mobilität/Porsche

 


Veröffentlicht am: 12.04.2024

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