
Für Mathieu Baumel war es eines der großen Ziele, die er sich für diese Dakar gesetzt hatte: als erster amputierter Teilnehmer eine Etappe zu gewinnen. Dies gelang ihm gemeinsam mit Guillaume de Mévius im MINI JCW Rally 3.0i nun bereits auf der ersten Wertungsprüfung rund um Yanbu.
Das Vater-Tochter-Duo Lionel und Lucie Baud erreichte im MINI JCW Rally 3.0d den 30. Rang. Ihre Teamkolleginnen Maria Gameiro und Rosa Romero kamen als 99. ins Ziel. Rebecca Busi und Sergio Lafuente sind im X-raid Fenic noch in der Prüfung unterwegs.
De Mévius und Baumel fuhren während nahezu der gesamten Prüfung „unter dem Radar“. Aufgrund einer gestörten Verbindung zu einem Sender konnte ihre Position nicht im Live Timing angezeigt werden. Umso größer war die Überraschung im Ziel: Tagessieg. Damit starten sie als Führende in die morgige zweite Wertungsprüfung.
Lionel und Lucie Baud mussten als fünftes Auto in die Prüfung starten und hatten somit einen Nachteil gegenüber den später startenden Fahrzeugen. Um Reifenschäden im steinigen Terrain zu vermeiden, waren sie vorsichtig unterwegs. Sie beendeten den Tag auf Rang 30 und befinden sich damit in einer guten Ausgangsposition für die zweite Etappe.
Nachdem der Dakar-Tross seit der Ankunft in Saudi-Arabien im Startcamp in Yanbu untergebracht war, geht es morgen früh weiter nach Al Ula. Der erste Teil der 400 Kilometer langen Wertungsprüfung führt über steiniges Gelände mit teilweise sehr engen Kurven. Nach einem optionalen Boxenstopp können die Teilnehmer das Tempo erhöhen.
Statements
Guillaume de Mévius (MINI JCW Rally 3.0i): „Es ist großartig, so in die Rallye zu starten. Aber ich muss zugeben, dass der Sieg eigentlich nicht unser Ziel war. Wir hatten nicht das Gefühl, besonders stark zu pushen oder mit einem so hohen Speed unterwegs zu sein, dass der erste Platz dabei herauskommt. Natürlich freuen wir uns dennoch sehr. Besonders für Mathieu ist dieser Etappensieg etwas Besonderes. Er gibt uns beiden ein gutes Gefühl. Mal sehen, wie es morgen läuft. Eine Prüfung zu eröffnen hat schließlich nicht nur Vorteile. Aber ich vertraue darauf, dass Mathieu mich morgen sicher navigiert.“
Mathieu Baumel (MINI JCW Rally 3.0i): „Was für eine Leistung, eine Etappe zu gewinnen – und das besonders, wenn es gleich die erste des Rennens ist. Der erste Sieg war es überhaupt, am Start zu stehen! Jetzt ist es noch besser – Tagessieg und der erste Führende der Rallye. Jetzt müssen wir uns noch stärker konzentrieren, da wir morgen die Strecke eröffnen müssen – aber ab jetzt ist alles nur noch ein Bonus.“
Lionel Baud (MINI JCW Rally 3.0d): „Wir sind als Fünfte gestartet und haben es im steinigen Gelände sehr vorsichtig angehen lassen. Lucie hat großartig navigiert und der MINI hat perfekt funktioniert. Unser Ziel war es durchaus, morgen etwas weiter hinten zu starten. Wir werden das Tempo auf jeden Fall erhöhen.“
Maria Gameiro (MINI JCW Rally 3.0d): „Es war ein harter Tag. Nach sechs Kilometern hatten wir bereits einen Platten. Wegen der Hitze ging es Rosa nicht gut, sodass ich das Tempo etwas reduzieren musste. Später hatten wir einen weiteren Reifenschaden. Zu allem Überfluss haben wir uns dann auch noch im Sand festgefahren. Danach waren wir nur noch im Staub unterwegs. Aber wir haben es ins Ziel geschafft.“
Ergebnis SS1
1. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 3h 07m 49s
2. N. Al-Attiyah / F. Lurquin – Dacia – 3h 08m 29s
3. M. Prokop / V. Chytka – Ford – 3h 09m 16s
4. M. Ekström / E. Bergkvist – Ford – 3h 09m 27s
5. M. Goczal / M. Marton – Toyota – 3h 09m 27s
…
30. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 3h 29m 49s
…
99. M. Gameiro / R. Romero – MINI JCW Rally 3.0d – 4h 01m 18s
Dakar 2026 // SS1
Mathieu Baumel schreibt Dakar-Geschichte
Veröffentlicht am: 05.01.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




