Startseite  

19.01.2026

 

 

Like uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

 


 

Werbung


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Bayerische Staatsoper und Staatsballett 2026

Faszinierende Opernpremieren und zeitlose Ballettklassiker



(von Josef Scheppach & Ingrid Holzinger) Die Saison 2026 im Münchner Nationaltheater entfaltet sich zu einem faszinierenden Panorama aus Opernpremieren, Ballettklassikern und zeitlosen Repertoire-Stücken. Sie tragen allesamt das Leitmotiv „Der Mensch ist, wozu er sich macht“ – ein trotziges Plädoyer für Selbstermächtigung inmitten äußerer Zwänge. 

„Nabucco“ und eiserne Faust


Am 24.1. kommt Verdis „Nabucco“ zur Aufführung. Der babylonische König unterdrückt die Juden mit eiserner Faust, seine ehrgeizige Tochter Abigaille schmiedet Intrigen um die Macht, bis ein göttlicher Strahl die Familie zur Buße zwingt – der berühmte Sklavenchor wird zum emotionalen Höhepunkt, der Unterdrückung und Erlösung gleichermaßen einfängt. 

„Don Giovanni“ und Selbstüberschätzung

Im Februar webt „Don Giovanni“ Mozarts ewigen Verführer weiter durch das Repertoire: Der titelgebende Libertin verführt mit Charme und List, mordet aus Eifersucht, feiert ein rauschendes Fest, ehe der steinerne Gast ihn in die Hölle reißt – eine Warnung vor maßloser Selbstüberschätzung, die in grandiosen Ensembles kulminiert. 

„Madama Butterfly“ und verzweifelte Hoffnung

„Madama Butterfly“ ergänzt die Tragik: Puccinis gebrechliche Geisha Cio-Cio-San opfert alles für den amerikanischen Lieutenant Pinkerton, der sie mit neuem Weib verlassen hat; in verzweifelter Hoffnung näht sie für die Rückkehr, bis der Selbstmord vor ihrem Sohn die pure Opferkraft offenbart. 

„Onegin“ und verschmähte Liebe

Ab dem 28. Februar entflammt John Crankos „Onegin“: Basierend auf Puschkin tanzt Tatiana ihre unerwiderte Liebe zu Onegin heraus, der sie verschmäht, worauf Eifersucht Lenski ins Duell treibt; Jahre später bereut Onegin vor der nunmehrigen Fürstin in zerrissenen, kraftvollen Lifts, die Reue und Verpasstes greifbar machen. 

„Rigoletto“ und wollüstiger Herzog

Am 7. März feiert Giuseppe Verdis „Rigoletto“ Premiere Der missgestaltete Hofnarr schirmt seine unschuldige Tochter Gilda vor dem wollüstigen Herzog von Mantua ab, doch ein Fluch entfesselt eine Kette aus Täuschung, Entführung und Rache, die in Gildas Opfertod gipfelt – Barbara Wysockas Inszenierung entlarvt Machtmissbrauch in scharfen Tableaus.
 
Ballettfestwoche und sprühende Lebensfreude

Am 28. März eröffnet „Common Ground“ die Ballettfestwoche: Alexander Ekman explodiert in humorvollen Gruppenformationen, Johan Inger vertieft intime Duette, Hans van Manen poliert alles mit Beethovens Klängen zu einer Meditation über Beziehungen – von chaotischer Nähe bis zerbrechlicher Distanz. „Le Nozze di Figaro“ im Repertoire dreht sich um Mozarts Diener, der seine Susanna vor des Grafen Avancen schützt: Intrigen, Verkleidungen und Ränke enden in einem versöhnlichen Finale, das Ständekritik mit sprühender Lebensfreude paart. 

„Die Kameliendame“ und herzzerreißende Pas de deux

Am 12. Mai kommt„Die Kameliendame“ zur Aufführung. John Neumeiers dramatische Adaption von Dumas’ Roman lässt die Kurtisane Marguerite Gautier ihren glanzvollen Pariser Salon für die reine Liebe zu Armand Duval aufgeben; gesellschaftliche Vorurteile und ihre Schwindsucht treiben sie in den Abgrund, untermalt von Chopins Walzern in herzzerreißenden Pas de deux, die bis zu ihrem Sterben in seinen Armen den Zuschauer atemlos machen – ein zeitloses Zeugnis von Opfer und Ekstase. 

Welturaufführung und die Suche nach Identität 

Kurz zuvor Welturaufführung von Brett Deans „Ofone Blood“ am 10. Mai: Ein Roman um rassistische Vorurteile und die Suche nach Identität in gemischten Welten entfaltet sich zu einem intensiven Drama über Zugehörigkeit, gesungen von Jonathan Tetelman unter Vladimir Jurowski. 

„Il Trovatore“ ab dem 26. April fesselt mit Verdis Azucena, die ihren vermeintlichen Sohn Manrico rächt, während Leonora zwischen ihm und dem Grafen ringt – Duelle, Scheiterhaufen und Offenbarungen jagen einander. „Norma“ am 22. Mai zeigt Bellinis druidische Priesterin, die ihren Römerlover Pollione liebt, doch für die Kinder opfert und im heiligen Feuer vergeht. 

„Turandot und das tödliche Rätsel

Am 6. Juni wird Puccinis „Turandot“ aufgeführt. Die eiskalte Prinzessin stellt tödliche Rätsel, Kalaf löst sie mit „Nessundorma“ und schmilzt ihr Herz durch selbstlose Liebe – ein Triumph aus Rätsel und Erlösung. AngelinPreljocajs „Le Parc“ ab dem 12. Juni entzündet sinnliche Verbote: Adlige Liebhaber trotzen Regeln im barocken Garten, in fließenden, erotischen Bewegungen. 

Carmen“ und der Stierkämpfer

Bizets „Carmen“ am 13. Juni lodert wild: Die Zigeunerin verzaubert Don José, verlässt ihn für den Stierkämpfer Escamillo und endet durch seinen Dolchstoß – pure, zerstörerische Leidenschaft. Abschluss bildet Richard Wagners „Die Walküre“ am 25. Juni: Geschwister Siegmund und Sieglinde entfachen verbotene Liebe, Valkyrie Brünnhilde wagt den Ungehorsam gegen Wotan, rettet das Kind und bezahlt mit Feuerzauber-Einschluss. 

„La Traviata“ -„Parsifal“ -„Tosca“

Repertoire-Perlen wie „La Traviata“ (z. B. 22. Mai oder Juni) runden das Programm ab: Violetta Valery wechselt vom rauschenden Fest zur Hingabe an Alfredo, opfert sich für seine Ehre und stirbt versöhnt in seinen Armen nach Duett und Agonie. „Parsifal“ wandelt Wagners Gralssuche zum Heil: Der naive Jüngling heilt Amfortas durch Mitgefühl und erobert den Speer zurück. Puccinis „Tosca“ klagt mit „Vissid’arte“: Die Sängerin opfert sich, um Cavaradossi vor Scarpia zu schützen, und springt in den Tod. 

So schließt sich der Kreis der Saison 2026 nahtlos zum Leitmotiv: Jede Heldin und jeder Held gestaltet sich selbst – aus Tragik, Liebe und Trotz entsteht Freiheit.

Infos und Tickets unter www.staatsoper.de/

FOTO: © Geoffroy Schied

 


Veröffentlicht am: 19.01.2026

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 


Werbung

 


Werbung - für eine gute Sache

 
         
     
     
     

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 
Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 
Rechtliches
© 2007 - 2026 by genussmaenner.de. Alle Rechte vorbehalten.