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Magen-Botox

Nur ein bisschen Botox und schon purzeln die Pfunde?



Was verlockend klingt, entpuppt sich aktuell für viele Menschen als Albtraum: Immer mehr Patienten kehren aktuell laut Robert Koch-Institut nach einem sogenannten Magen-Botox in der Türkei mit Botoxvergiftungen zurück, die im schlimmsten Fall zum Tode führen können.

Der plastische und ästhetische Chirurg Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein, Leiter der Praxisklinik in den Seearkaden Starnberg, beantwortet die häufigsten Fragen zum riskanten Eingriff.

Wie funktioniert ein Magen-Botox?
Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein:
Beim sogenannten Magen-Botox wird ein Botox-Präparat an mehreren Stellen in die Magenwand injiziert. Der Zugang erfolgt per Endoskop über den Mundraum, während sich der Patient im Dämmerschlaf befindet. Ziel des Eingriffes ist es, die Magenmuskulatur durch das Botox zu lähmen und die Verdauung zu verlangsamen. So sollen das Sättigungsgefühl verlängert und der Nahrungskonsum reduziert werden.

Allerdings ist aktuell noch nicht wissenschaftlich belegt, dass die Wirkung des Eingriffes über den Placebo-Effekt hinausgeht. Außerdem baut der Körper das Botox in willkürlicher Muskulatur wie den Gesichtsmuskeln, die man eigenständig bewegen kann, zwar innerhalb eines halben Jahres wieder ab, aber wie genau es sich verhält, wenn Botox über die Magenschleimhaut in den Magenmuskel appliziert wird, ist nicht hinreichend bekannt.


Warum ist der Eingriff so riskant?
Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein:
Bei einem Magen-Botox kommt eine bis zu 200-fach größere Dosis zum Einsatz als bei der Faltenbeseitigung im Gesicht, für deren Zweck die Botox-Präparate eigentlich zugelassen sind. Dieser Off-Label-Use des Arzneimittels kann auch Gefahren mit sich bringen – wie die aktuellen Fälle aus der Türkei zeigen. Allerdings ist bisher noch unklar, ob es durch ein fehlerhaftes Botox-Präparat zu den Komplikationen kam oder ob die Behandlungen falsch durchgeführt wurden.

An welchen Symptomen erkennt man eine Botox-Überdosis?
Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein:
Beim Botulismus, wie die Botox-Vergiftung in Fachkreisen genannt wird, wird die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln blockiert. Infolgedessen kommt es am Anfang oftmals zu Sehstörungen – Betroffene sehen beispielsweise verschwommen oder doppelt. Auch Sprachstörungen sowie Beschwerden beim Schlucken und Atmen können auftreten. Trägheit in Armen und Beinen können ebenfalls Anzeichen einer Überdosis sein. In besonders schweren Fällen greift das Botox auch die Organe an. Wenn die Herz- oder Atemmuskulatur durch die Substanz gelähmt wird, kann die Vergiftung tödlich ausgehen.

Wie lässt sich die Überdosis behandeln?
Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein:
Bei rechtzeitiger Diagnose stehen die Genesungschancen heutzutage sehr gut, da es inzwischen ein Gegengift gibt. Wer Botox zur Faltenbekämpfung nutzt, muss sich übrigens keine Sorgen machen: Bei den gängigen Anti-Aging-Eingriffen im Gesicht kommen so geringe Mengen Botox zum Einsatz, dass eine Überdosis ausgeschlossen ist. Wie Paracelsius schon sagte: Die Menge macht das Gift.

Welche Alternativen zum Magen-Botox gibt es?
Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein:
Eingriffe, die einen ähnlichen Abnehm-Effekt wie das Magen-Botox erzielen, sind Magenbänder, Magenballons, Magenverkleinerungen oder Dünndarmschlingen. Sie reduzieren das Magenvolumen oder die Magenfunktion und sorgen auf diese Weise ebenfalls für eine reduzierte Nahrungsaufnahme. Fettabsaugungen eignen sich entgegen der häufigen Annahme nicht zum nachhaltigen Abnehmen. Dabei werden zwar überflüssige Fettzellen an den störenden Zellen abgesaugt, aber wer seinen Lebensstil anschließend nicht auf gesunde Ernährung und Sport umstellt, wird mittelfristig dick bleiben.

 


Veröffentlicht am: 19.03.2023

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