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Morgengruß von Helmut Harff: Nummernschilder für Fahrräder

… ein Schildbürgerstreich?

Radfahren ist in. Wer trendig sein will, fährt Rad, hat zumindest eins und ruft ganz laut nach besseren Radwegen, Radschnellstraßen und Radautobahnen.

Wobei, den Begriff Radautobahnen finde ich schon verdammt skurril. Ähnlich skurril finde ich gefundene Angaben, wonach 2018 76 Prozent der Deutschen Rad fahren und 74 Prozent das Fahrrad für Alltagswege nutzen. Dagegen sollen nur 68,5 Prozent der Menschen hierzulande ein eigenes Rad benutzen. Heißt das, dass sich im Alltag so etwa 5 Millionen Menschen für alltägliche Fahrten ein Rad ausleihen oder wird da nur sehr unterschiedlich gezählt?

Fakt scheint zu sein, dass rund 83 Millionen Deutsche 76 Millionen Fahrräder besitzen sollen. Wobei viele nicht nur ein Fahrrad im Keller zu stehen haben. Doch alle eint, dass sie sich als Verkehrsteilnehmer diskriminiert und vor allem von Autofahreren bedroht fühlen. Dagegen steht die Aussage von Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik, wonach über 50 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Radfahrern von Radfahrern verursacht werden. Die Polizeichefin von Berlin erklärt auch, dass es gerade bei solchen Unfällen, bei denen nicht selten Fußgänger die Unfallopfer sind, die Zahl der vom Unfallort flüchtenden Radfahrer sehr hoch ist. Frau Slowik wird auch mit der Aussage zitiert, wonach man eine zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr - auch bei Fahrradfahrern – beobachtet. Das trifft sich mit meinen und ganz sicher nicht nur mit meinen Beobachtungen.

Berlins Polizeipräsidentin fordert vor diesem Hintergrund eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder. Das klingt im ersten Augenblick mehr als nachvollziehbar. Ich würde noch einen wichtigen Schritt weiter gehen und so etwas wie einer Fahrradsteuer fordern. Wer eine super ausgebaute Infrastruktur will, muss die auch (mit)finanzieren. Das muss ja nicht viel sein. 10 Euro Netto – zuzüglich der Verwaltungskosten – würde angesichts von 76 Millionen Fahrrädern die schöne Summe von 760 Millionen Euro in die öffentlichen Kassen spülen.  Wobei, viele Kilometer Radweg kann man damit noch nicht bauen. Schließlich schwanken die Angaben für die Kosten von einem Kilometer Radweg so zwischen 100.000 und mehr als 1,6 Millionen Euro. Aber immerhin wären die 760 Millionen Euro ein nennenswerter Zuschlag.

Doch ist das überhaupt umsetzbar? Wo soll an einem Rad ein Kennzeichen so befestigt werden, dass man es bei einem flüchtigen Unfallverursacher auch sieht. Mir fällt da nur der Rücken des Fahrers ein. Ob das praktisch durchzusetzen ist? Noch weniger vorstellen kann ich mir, wie es die deutsche Bürokratie schaffen soll, 76 Millionen Räder zu erfassen, in Datenbanken zusammenzufassen, Nummern zu vergeben und die Steuern einzutreiben. Setzt man dafür mal je Rad eine Stunde an, so wären das 76 Millionen Stunden. Das sind knapp 3,2 Millionen Tage oder rund 8.500 Jahre. Man müsste also so rund 40.000 Menschen damit beschäftigen, um das in einem Jahr zu abzuarbeiten.

Wir Radfahrer können auf unserem Rad mit Carbonrahmen, Scheibenbremsen, Riemenantrieb und einem super effektivem Motor ganz entspannt bei Rot über die Kreuzung rasen oder mal einer Oma mit ihrem Rollator einen heftigen Schreck einjagen – uns bekommt auch in 100 Jahren keiner. Doch so sind Gott sei Dank nicht alle Radfahrer – aber wie sagte Frau Slowik: Die Aggressivität im Straßenverkehr - auch bei Fahrradfahrern – nimmt zu. Das sollte zumindest mal nachdenklich machen.

Oh, ich muss schnell mein Rad aus dem Schuppen holen und Brötchen für das Frühstück mit der Besten Frau der Welt holen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Ursula, Ulla, Celina, Holger

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.10.2020

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