
In Deutschland diskutiert man vor dem Hintergrund von X-Milliarden Sondervermögen (Unwort des Jahres) über die hohen Kosten unter anderem für die Finanzierung von Arbeitslosen. Das tut man im Übrigen seit Jahrzehnten. Doch es geht immer um die nichtarbeitenden, nicht um die, die sie in Arbeit bringen sollen.
Ja ich meine die Bundesanstalt für Arbeit, die Jobcenter. Die dort tätigen haben im besten Fall eine Ausbildung als Fachangestellte für Arbeitsmarkdienstleistungen – so heißt das wohl. Ob die da auch lernen, wie man Leute in Arbeit bringt? Ich habe da so meine Zweifel. Nehme ich nur mal das kleine Städtchen Forst/Lausitz an der polnischen Grenze und den Landkreis Spree-Neiße. Hier gab es im Dezember 2025 insgesamt rund 3660 Menschen, die Bürgergeld bezogen. Gleichzeitig sieht man an vielen Zäunen der zumeist kleinen Betriebe, dass man Mitarbeiter sucht. Das ist ganz sicher nicht nur hier so.
Stellt sich die Frage, wann ein Mitarbeiter des Jobcenters mal bei den Unternehmen nachfragte, wer genau gesucht wird und dann die entsprechenden „Kandidaten“ vorbereitet/weitergebildet an die Unternehmen übergibt? Wenn der dann den zumutbaren Job ablehnt, kann man getrost Leistungen kürzen.
Zur Zeit meiner Arbeitslosigkeit musste ich wöchentlich mehrere Bewerbungsversuche nachweisen. Dafür gab es eine Aufwandsentschädigung. Wäre ich faul gewesen, hätte es Sanktionen gegeben. Doch auch schon damals habe ich nicht ein wirkliches Angebot vom Amt erhalten – und das über viele Monate.
Es ist leider wieder einmal so, dass der Fisch vom Kopf zu stinken beginnt. Das Problem sind längst nicht immer die, die vor den Schreibtischen im Jobcenter devot warten dürfen, sondern die hinter den Schreibtischen und vor allem die in der Zentrale und die politisch Verantwortlichen.
Verantwortlich bin ich jetzt für das Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Anton Eins., Rosalind
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Arbeitslosengeld, ALG II, Hartz 4, Bürgergeld oder Grundsicherung
Egal, der Fisch stinkt immer vom Kopf
Veröffentlicht am: 17.01.2026
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