
Kennen Sie Louise Farrenc, Dora Pejačević oder Cécile Chaminade? Dann sind Sie ganz sicher mehr als nur ein „normaler“ Fan klassischer Musik. Wissen Sie auch, was die drei Damen verbindet?
Die drei Damen waren zu ihren Lebzeiten ziemlich bekannte, wenn nicht gar berühmte Komponistinnen, die alle drei keine klassische Ausbildung am Konservatorium bekamen. Da ließ man Frauen schlicht nicht zu oder sie waren nicht gern gesehen. Sie konnten nur Dank Privatunterricht zu Stars zu ihren Lebzeiten werden. Sie waren alle drei sehr kluge, wissbegierige und international vernetzte Frauen. Sie ließen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Wobei sie es nicht wirklich nötig hatten, denn es gibt noch eines, was alle drei verbindet: Sie wurden mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, lebten in wohlhabenden, wenn nicht in reichen und adligen Familien auf. Damit nicht genug, sie wurden von ihren Eltern, zumindest aber von ihren Müttern extrem gefördert. Ohne das Geld von zu Hause hätten die drei keine Karriere machen können, würden ihre Kompositionen nicht noch heute gespielt werden.
Warum ich das erzähle? Weil viele heute meinen, dass Reichtum ein Schande ist. Ist es nicht, wenn man damit Positives bewirkt. Ich erzähle das aber auch, weil heute Frau genau wie Mann nicht zwingend reiche Eltern braucht, um auch in der Kunst Großes zu bewegen. Heute können alle Frauen, die die Leistung bringen aufs Konservatorium gehen. Doch wo sind die Frauen und Männer, die auch die Musik voran bringen, deren Kompositionen zwischen Tokio und Berlin bejubelt werden? Was ist es, was da heute anders läuft als zu Zeiten vor 200, 150 Jahren?
Die Frage werden die Beste Frau der Welt und ich wohl auch bei unserem Frühstück nicht klären können.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Apollonia, Anne-Kathrin, Anna, Katharina
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Drei Damen
… die nicht nur die Musik verbindet
Veröffentlicht am: 08.02.2026
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