
Unser Gesundheitssystem soll eines der besten der Welt, aber eben nicht mehr bezahlbar sein. Reformen, vielfach gleichgesetzt mit Sparmaßnahmen, müssen her. So hört man es vor allem von der Politik und den Lobbyverbänden.
Doch muss es immer gleich der große Wurf sein? Eine Weltreise genau wie die zur Oma im Nachbarort beginnt mit dem ersten Schritt. Um das Gesundheitssystem gesund zu machen, gibt es viele erste Schritte, wie ich gerade als Krankenhauspatient erleben muss. Ich unterschreibe hier mehr Papiere als bei der Einreise in die USA – und das jeden Tag. Vieles wird mit dem Datenschutz begründet, doch ich habe auch schon mehrfach Papiere unterschrieben, mit denen ich der Weitergabe und Speicherung meiner Daten zustimme.
Überhaupt gibt es hier Unmengen Papier. Ich kann mir angesichts des Personalmangels nicht mal vorstellen, dass man das alles aufhebt, geschweige, dass das jemals jemand liest. Ob mal jemand auf die Idee kommt, das ganze System wirklich so zu digitalisieren, dass jeder Beteiligte auf die Daten zugreifen kann. Das würde sehr viele Doppeluntersuchungen vermeiden. Von eingesparten Arbeitsstunden, Papier und Energie gar nicht zu reden. Wenn man so bei jedem Patienten – und wer ist das nicht – nur 1.000 Euro pro Jahr einsparen würde, so würden die Krankenkassen im Geld schwimmen. Das, ohne das ein Patient darunter leiden müsste.
Bei mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt sehe ich allerdings keine Einsparmöglichkeiten.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Adolf, Volker, Alena
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