
(djd). Weite: Dieses Attribut passt zum südlichen Ostfriesland so gut wie zu kaum einer anderen Region. Der Himmel mit oft bizarren Wolkenformationen spannt sich über die flache Landschaft, der Wind ist ein ständiger Begleiter.
Die unendlich scheinende Natur wirkt beruhigend und erholsam, weil Hektik gegen die Weite keine Chance hat. Ein kurzes, herzliches „Moin“ reicht völlig aus, um überall und zu jeder Tageszeit willkommen zu sein. Hinter der vermeintlichen Wortkargheit der Menschen verbirgt sich eine tiefe Gastfreundschaft, die keine großen Worte braucht.
Radwandern auf über 1.000 Kilometern
Das Fahrrad ist in dieser Region nicht bloß ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Lebensgefühl. Auf einem sehr gut ausgeschilderten Netz von über 1.000 Kilometern Länge schlängeln sich die Wege durch Polderlandschaften und entlang der Deiche. Schafe halten dort das Gras kurz, während der Blick über das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer schweift. So verbindet etwa die internationale Dollard Route das Rheiderland auf reizvolle Weise mit der niederländischen Provinz Groningen und führt vorbei an verwitterten Backsteinkirchen und prunkvollen Bauernhäusern. Wer es noch uriger mag, folgt der Deutschen Fehnroute entlang der alten Kanäle, den sogenannten Wieken. Wo früher mühsam Torf gestochen und mit Schiffen abtransportiert wurde, prägen heute weiße Brücken und historische Windmühlen das Bild. Viele weitere Einblicke und Inspirationen für die eigene Urlaubsplanung finden sich etwa unter www.suedliches-ostfriesland.de, hier lässt sich zudem das kostenlose Urlaubsmagazin 2026 anfordern.
Zwischen Paddel und Pedal
Wem das Radfahren allein nicht reicht, der wechselt bei einer der vielen Stationen unkompliziert ins Kanu. Das Prinzip „Paddel und Pedal“ ermöglicht es, die Natur aus einer völlig neuen Perspektive zu entdecken. Man gleitet lautlos durch kultivierte Fehnlandschaften, während Fischreiher und Brachvögel in den ufernahen Wiesen ungestört ihre Brutplätze suchen. Einen Kontrast zu dieser Idylle bildet das Emssperrwerk bei Gandersum. Das Wasserbauwerk schützt nicht nur vor Sturmfluten, sondern macht es erst möglich, dass die gewaltigen Ozeanriesen der Meyer Werft sicher das offene Meer erreichen. Nach so viel frischer Luft schmeckt die ostfriesische Küche in den gemütlichen Gasthöfen am besten. Fangfrischer Fisch wie Scholle oder Aal kommt hier auf den Tisch, wobei besonders die als „Granat“ bekannten Krabben eine lokale Spezialität sind. Ein Zwischenstopp an einer der erhaltenen Windmühlen bei Tee und selbst gebackenem Kuchen gehört ebenfalls zum erholsamen Pflichtprogramm, um die Akkus für die nächste Etappe wieder aufzuladen.
Foto: djd/Touristik GmbH Südliches Ostfriesland/Maximilan Semsch
Moin Weite. Moin Ruhe. Moin Ostfriesland.
Rad, Kanu und Gastfreundschaft im südlichen Ostfriesland
Veröffentlicht am: 07.02.2026
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