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28.02.2026

 

 

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Fünf Tage in und um Limerick

Eine Stadt wie ein Gedicht


Limericks bekanntester Export sind die gleichnamigen, humorvollen Reime im Schema AABBA. Seit rund drei Jahrhunderten erzählen diese Limericks kleine Geschichten mit einem Augenzwinkern, und ja: Sie haben ihren Ursprung tatsächlich in der im 9. Jahrhundert gegründeten Stadt an der Mündung des Shannon. 

Doch die heutzutage rund 60.000 Einwohner zählende Hauptstadt des gleichnamigen County im Südwesten Irlands ist weit mehr als nur Namensgeber literarischer Kunst: Historische Steinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, eine massive Burg, Street Art und ein quirliges Kulturleben machen Limerick zu einer gefragten Basis für Irlandreisende. Wobei die Beliebtheit nicht zuletzt an der attraktiven Umgebung liegt, wie nicht zuletzt Bunratty Castle, Cliffs of Moher oder Scattery Island belegen. Plus: Dank der neuen Direktverbindung von Frankfurt zum nahen Shannon Airport ist Limerick heute so leicht erreichbar wie nie zuvor. Apropos leicht: Mit unserem Fünf-Tage-Vorschlag erleichtern wir auch die Reiseplanung vor Ort. Los geht’s!

Tag 1: Eintauchen in die Geschichte

Erstmal einen Überblick verschaffen! Am besten geht das bei einem Spaziergang durch die Gassen rund um King John’s Castle, dessen mächtige Mauern und imposanten Türme noch immer von mittelalterlichen Schlachten und royaler Macht erzählen. Details gibt es im Inneren der Burg, in Gestalt von gut gemachten Ausstellungen, virtuellen Rekonstruktionen und Multimedia-Shows. Weiter geht es über den äußerst beliebten Three Bridges Walk entlang des Shannons. Die Promenade verbindet das Brückentrio Sarsfield Bridge, Thomond Bridge und Shannon Bridge und verdeutlicht: Der sich durch Limerick schlängelnde Shannon verleiht der Stadt einen grünen, lebendigen Mittelpunkt. Der Fluss ist im Übrigen nicht nur von Flussuferpromenaden gesäumt, sondern auch von mehreren Parks. So bietet sich unweit der Shannon Bridge der People’s Park für eine Pause an. Oder darf es eher ein Restaurant in den umliegenden Straßen sein?

Frisch gestärkt geht es zur St. Mary’s Cathedral. Die gotische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert strahlt mit ihren hohen Bögen, bunten Fenstern und historischen Details eine ruhige, eindrucksvolle Atmosphäre aus. Wie wäre es jetzt noch mit etwas Kunst? Im nicht weit entfernten, in einem geschichtsträchtigen Gebäude untergebrachten „The Hunt Museum“ warten über 2.000 Exponate, darunter irische und internationale Kunstwerke, Antiquitäten und Alltagsgegenstände – von Bronze- und Keramikobjekten über Glas und Schmuck bis zu Gemälden und Skulpturen. Absolut sehenswert!

Tag 2: Genuss auf allen Ebenen


Besser als mit einem Besuch des Milk Market lässt sich ein Tag in Limerick kaum beginnen. Schließlich zündet Irlands ältester Wochenmarkt ein wahres Feuerwerk der Sinne. Die bunten Stände, die duftenden Produkte, die schmackhaften Spezialitäten und Snacks – die Palette reicht von Käse über Chutneys bis frisch gefangenen Fisch – und das quirlige Treiben machen Besucher auf allen Ebenen satt. Anschließend sind es nur wenige Gehminuten zur Limerick City Gallery of Art. Zu deren Highlights zählen unter anderem Werke von Jack B. Yeats, einem der bedeutendsten irischen Maler des 20. Jahrhunderts, sowie beeindruckende zeitgenössische Skulpturen und Installationen irischer Künstler, die regelmäßig in den wechselnden Sonderausstellungen zu sehen sind.

Der Nachmittag steht dann wieder ganz im Zeichen des kulinarischen Genusses: Die „Tea Experience“ bei Cahill’s Tea lädt zu einer besonderen Teeverkostung, allein da sie im ältesten Teegeschäft der Stadt stattfindet. Hierbei entdecken Teilnehmer die Aromen von Tees aus China, Indien und Japan und tauchen dank der Teekennerin Eleanor voll in die Geschichte und Tradition des Tees ein. Es ist nicht das einzige Angebot, bei der man auf den Geschmack kommt. Die „Craft Beer Tasting Experience” in der Crew Brewing Company, einer unabhängigen Mikrobrauerei im Herzen von Limerick, bietet seit ihrer Gründung 2020 einen tollen Einblick in ihre Braukunst. Was sie auch bietet: drei bis vier frisch gebraute Biere sowie Wissenswertes über Brauprozesse, Geschmacksprofile und die Geschichte der einzelnen Sorten. Wer einen Quervergleich braucht (zum Beispiel ein Guinness), besucht einfach einen der zahlreichen Pubs in der Nähe. Ein paar Namen zum Merken: „Nancy Blakes“, „Dolan’s“ und „Locke Bar“, wobei die letztgenannten für ihre Trad-Sessions landesweit bekannt sind. Live-Musik ist in Limerick ohnehin ein großes Thema. Der stets prall gefüllte Eventkalender beweist es.

Tag 3: Paddeln und staunen

Der Vormittag wird aktiv! Er beginnt nur wenige Schritte vom Hunt Museum entfernt mit einer Kajaktour auf dem Shannon. Nev Sail Watersports & Adventures genießt diesbezüglich einen tadellosen Ruf. Nach einer kurzen Einweisung gleiten die Teilnehmer dann in gemütlichen Sit-on-Top-Kajaks über den Fluss, hinter dem Guide her und vorbei an den bereits bekannten Brücken und der lebendigen Innenstadt. Keine Frage: Die zwei Stunden machen richtig Laune, erst recht, wenn sich neben den üblichen Vögeln auch noch der eine oder andere Fischotter blicken lässt.

Im Anschluss geht es ins (Leih-)Auto und Richtung Westen (und später nach Nordwesten). Der erste Stopp ist Bunratty Castle. Mit seinem mittelalterlichen Flair und dem dazugehörigen Folk Park lädt es zu einer Zeitreise durch das Irland vergangener Jahrhunderte ein – zu Recht eine der bekanntesten Burgen des Landes. Weiter führt die Fahrt auf dem Wild Atlantic Way zu den Cliffs of Moher, noch so eine Top-Ten-Sehenswürdigkeit. Womöglich ist sie gar die meistfotografierte des Landes. Kein Wunder: Wie die majestätischen Felswände über teils mehr als 200 Meter zum Meer abfallen, ist ja auch spektakulär. Etwas abgemildert gilt dieses Prädikat auch für die Kilimer-Tarbert-Fähre, die beim Rückweg nach Limerick den Umweg lohnt. Das Besondere ist weniger das Schiff, sondern das landschaftliche Gesamtsetting, das sich von Deck aus eröffnet: der hier schon sehr breite Shannon, die zerklüfteten Küsten und die so ungemein irische Atmosphäre. Genau diese Aussicht machen die knapp halbstündige Überfahrt zum Erlebnis.

Tag 4: See mit Sehenswürdigkeiten


Dieser lange Vormittag verbindet attraktive Natur- mit ebenso attraktiven Kulturerlebnissen. Wo das geht? Im gerade einmal eine halbe Autostunde südöstlich von Limerick gelegenen Lough Gur Heritage Centre & Lakeshore Park. Dort lassen sich nicht nur kurze oder längere Wanderungen entlang des wunderschönen Sees unternehmen, sondern Lough Gur ist zugleich die einzige irische Heritage-Site, die sämtliche Zeitalter der Menschheitsgeschichte greifbar macht – von der Steinzeit über die Bronze- und Eisenzeit bis zur frühen Neuzeit. Konkret lassen sich auf dem Gelände zum einen Steinkreise, Grabhügel und rituelle Anlagen erkunden, zum anderen interaktive Ausstellungen und multimediale Präsentationen im Heritage Centre.

Darauf ein Toast! Der kommt im Rahmen der Limerick Whiskey Experience besonders gut. Ort des Geschehens ist die gemütliche „Peggy’s Whiskey Parlour“ im historischen Pub „Mother Macs“. Dort wartet eine geführte Verkostung ausgewählter irischer Whiskeys, bei der Besucher nicht nur verschiedene Sorten probieren können, sondern auch Hintergründe zur Geschichte, Produktion und regionalen Bedeutung des Whiskeys erfahren.

Tag 5: Mit dem Rad zum Flugboote-Museum

Auf zur Radtour! Zur Wahl stehen rund um Limerick mehrere interessante Strecken, doch der rund 40 Kilometer lange, auch für Wanderer nutzbare Limerick Greenway ist die stimmungsvollste. Warum? Sie führt auf der ehemaligen Bahntrasse Limerick-Kerry bis nach Abbeyfeale und dabei durch weite Felder, kleine Dörfer und sanfte Hügel, fernab vom Verkehr und begleitet vom Duft nach Gras und Atlantikluft. Unterwegs laden Picknickplätze und Aussichtspunkte zu kurzen Stopps ein.

Einen längeren Aufenthalt sollte man auf dem Rückweg im erst vor wenigen Jahren aufwändig renovierten Flying Boat & Maritime Museum in Foynes einplanen. Hier taucht man ein in die Ära der Transatlantik-Flugboote, als der kleine Ort ein Tor zur Welt war, hoben hier doch die neuartigen Fluggefährte ab. Wie die aussahen, veranschaulicht das Museum in Gestalt einer modernen Ausstellung, dessen Highlight eine originalgetreu restaurierte Flugbootkabine darstellt. Das maritime Museum ergänzt die Luftfahrt-Ausstellung um die Geschichte der Schifffahrt an der Shannon-Mündung, mit Exponaten zu Schiffstypen, Seeleuten und dem kulturellen Austausch über Seewege. Besonders spannend sind originale Artefakte, interaktive Displays zur Schifffahrtsnavigation und Einblicke in den Alltag der Hafenarbeiter früherer Zeiten. Hollywood-Glanz versprüht die Ausstellung zur irischen Schauspielerin Maureen O‘Hara.

Wer jetzt nochmal Kraft tanken muss für die letzte Etappe zurück nach Limerick, der braucht Koffein. Am besten in Gestalt eines Irish Coffees, schließlich wurde die Whiskey-Kaffee-Kreation 1943 hier in Foynes erfunden. Lustig: Wer will, kann sich das köstliche Getränk im Irish Coffee Centre des Museums unter Anleitung selbst mixen. Und wer das nicht will, bestellt ihn einfach von der Karte.

Der besondere Tipp I: Schöner wohnen, besser essen


Wer Premium-Golfen auf höchstem Niveau erleben möchte, findet auf der grünen Insel bekanntlich eine beeindruckende Vielfalt an Resorts, die Weltklasse-Golf mit Fünf-Sterne-Hotellerie, Fine Dining und Spa-Erlebnissen verbinden. Das keine 20 Minuten von Limerick entfernte „Adare Manor Hotel“ spielt dabei ganz oben mit. Auf dem opulenten Anwesen, das bereits mehrfach die Irish Open-Golfmeisterschaften beherbergte und 2027 Austragungsort des Ryder Cup sein wird, treffen makellos gepflegte Greens auf prunkvolle Architektur und kulinarische Spitzenklasse, allen voran im Sterne-Restaurant „Oak Room“. Gerade einmal 15 Fußminuten entfernt lockt mit dem „1826 Adare“ gleich die nächste Fine-Dining-Topadresse, wenngleich die Menüs hier deutlich weniger kosten. Neben vielen anderen Würdigungen wurde das elegante Restaurant mehrfach vom Guide Michelin mit einem Bib Gourmand für gutes Essen zu moderaten Preisen ausgezeichnet.

Der besondere Tipp II: Scattery Island, Juwel der Shannon-Mündung

Ein Ausflug nach Scattery Island, in der Shannon Mündung gelegen und über eine kurze Fährfahrt vom kleinen Hafen Kilrush aus zu erreichen, ist eine Reise in Irlands frühes Mittelalter. Der Grund: Auf der kleinen Insel finden sich Überreste eines Klosters sowie ein imposanter Rundturm, die von der spirituellen Geschichte des Ortes erzählen. Umgeben von glitzerndem Wasser und einer lautstarken Vogelwelt ist Scattery Island auch wegen dieser stimmungsvollen Kulisse ein großartiges Ziel für alle Naturliebhaber mit Vorliebe für lange und ruhige Spaziergänge. Auf dem Weg nach Scattery Island passieren sie im Übrigen gleich noch ein weiteres Highlight: die Kilkee Cliffs an der Küste von Clare. Deren dramatische Steilkanten und weite Atlantikblicke garantieren spektakuläre Fotomotive und Naturerlebnisse.

Fakten über Limerick

Limerick ist mit rund 60.000 Einwohnern (im Einzugsgebiet sind es etwa 100.000) die fünftgrößte Stadt Irlands und ein wichtiges urbanes Zentrum im Südwesten der Insel. Neben Tourismus und Kultur spielt hier auch Bildung und Forschung eine große Rolle: Die University of Limerick ist ein bedeutender Arbeitgeber und Innovationsmotor, ergänzt durch Fachhochschulen und Institute, die die Stadt zu einem Zentrum für Sportwissenschaft, Technik und Ingenieurwesen machen. Limerick ist gut erreichbar: Direktbusse verbinden die Stadt mit Dublin (Fahrzeit ca. 2,5-3 Stunden), ebenso wie der Zug ab Dublin Heuston Station. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der rund 20 Kilometer westlich von Limerick gelegene Shannon Airport, den Discover Airlines ab April 2026 auch zweimal pro Woche von Frankfurt aus anfliegt.

Zur elektronischen Reisegenehmigung (ETA) für Nordirland haben wir hier alle wichtigen Informationen zusammengetragen.

 


Veröffentlicht am: 28.02.2026

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