
McAfee, ein weltweit führender Anbieter im Bereich Online-Sicherheit, zeigt: 72 % der Deutschen haben bereits Erfahrungen mit Online-Betrug gemacht – fast jeder Achte (12 %) ist mit einem sogenannten Krypto-Anlagebetrug in Kontakt gekommen.
Deutsche erhalten täglich durchschnittlich neun Betrugsnachrichten per SMS, über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram, per E-Mail und über Social Media – auch Anlage-Scams begegnen ihnen am häufigsten über diese Kanäle. Fast zwei Drittel der Deutschen (65 %) sind mit dieser Betrugsmasche über E-Mail in Kontakt gekommen, etwa ein Drittel (33 %) über soziale Netzwerke. Fast die Hälfte der Deutschen (49 %) gibt an, im vergangenen Jahr eine Zunahme von Online-Betrugsfällen beobachtet zu haben. Wie dramatisch die finanziellen Folgen sein können, unterstreicht ein aktueller Fall aus Bayern, bei dem eine 56-jährige Oberpfälzerin mehr als 100.000 Euro verlor.
Die Betrugsmasche greift dabei über alle Altersgrenzen hinweg – ein Befund, den die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes in ihrer jüngsten Mitteilung bekräftigt: mit sogenanntem Cybertrading-Betrug haben Kriminelle gerade bei der Generation Z erschreckend leichtes Spiel. Weniger als die Hälfte der Gen Z (45 %) erkennt unrealistisch hohe Renditeversprechen direkt als Täuschungsversuch. Eine globale Studie von McAfee zeigt außerdem, dass jüngere Erwachsene deutlich häufiger zu Mehrfachopfern von Betrugsmaschen werden: 30 % der 25- bis 34-Jährigen und 28 % der 18- bis 24-Jährigen berichten von wiederholten Vorfällen. Unter den 55- bis 64-Jährigen sind es dagegen nur 11 %.
Was ist Anlagebetrug?
Anlagebetrug zählt zu den häufigsten Formen des Finanzbetrugs. Kriminelle täuschen dabei vermeintlich lukrative Anlagemöglichkeiten vor, um Menschen zu riskanten Investitionen zu bewegen. Gelockt wird meist mit außergewöhnlich hohen Renditen bei angeblich minimalem Risiko. Um glaubwürdig zu erscheinen, setzen Betrüger auf professionell gestaltete Websites und geschickte Verkaufsgespräche. So schaffen sie Vertrauen und verleiten ihre Opfer dazu, Geld in eine vermeintlich sichere Anlage zu investieren. Sobald das Geld eingezahlt ist, tauchen die Täter unter und lassen die Betroffenen mit hohen finanziellen Verlusten zurück. Die Betrugsmaschen sind vielfältig und reichen von Betrug mit Krypto-Anlagen bis hin zu gefälschter Promi-Werbung. Trotz unterschiedlicher Methoden verfolgen Anlagebetrüger immer dasselbe Ziel: Opfer mit unrealistischen Renditeversprechen zu täuschen und ihr Geld zu erlangen.
So schützen Sie sich vor Anlagebetrug
Wer typische Warnsignale kennt und aufmerksam bleibt, kann Betrugsversuche frühzeitig erkennen:
- Vorsicht vor garantierten Renditen ohne Risiko: Da jede seriöse Geldanlage naturgemäß Risiken birgt, sollten Sie bei Angeboten, die überdurchschnittlich hohe Renditen bei gleichzeitig absoluter Risikofreiheit versprechen, konsequent misstrauisch sein und von einer weiteren Kontaktaufnahme absehen.
- Keinen künstlichen Zeitdruck zulassen: Betrüger nutzen aggressive Verkaufstaktiken und drängen auf sofortige Überweisungen oder den schnellen Download unbekannter Apps. Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen – seriöse Anbieter geben Ihnen immer ausreichend Bedenkzeit.
- Auf Zulassung achten: Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, benötigt eine Erlaubnis der Finanzaufsicht BaFin. Nutzen Sie vor jeder Investition die offizielle BaFin-Unternehmensdatenbank, um die Lizenz des Anbieters zu überprüfen und nach Warnungen zu suchen.
- Ungewöhnliche Zahlungsmethoden meiden: Die Aufforderung, eine Investition per Überweisung, Geschenkkarte oder Kryptowährung zu bezahlen, deutet häufig auf einen Betrugsversuch hin. Solche Methoden sind bei Betrügern besonders beliebt, da Transaktionen schwer zurückzuverfolgen und meist nicht rückgängig zu machen sind.
- Vorsicht bei unaufgeforderten Kontakten und Links: Kriminelle nutzen Kaltakquise per E-Mail, SMS oder Social Media. Reagieren Sie nicht auf unaufgeforderte Angebote, öffnen Sie keine unbekannten Links und rufen Sie keine Telefonnummern aus solchen Nachrichten an.
- Zuverlässige Sicherheitstools verwenden: Betrügerische Nachrichten und gefälschte Webseiten werden technisch immer ausgefeilter. Moderne Sicherheitslösungen wie McAfee+ helfen dabei, verdächtige Webseiten, Phishing-SMS und gefährliche Links automatisch zu erkennen und zu blockieren.
Weitere Informationen dazu, wie Sie sich online besser schützen können, sowie zu den Produkten und Dienstleistungen von McAfee finden Sie online.
McAfee warnt: Anlagebetrug in Deutschland nimmt deutlich zu
Deutsche erhalten im Schnitt neun Betrugsnachrichten pro Tag
Veröffentlicht am: 13.08.2026
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