Startseite  

24.08.2026

 

 

Like uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

 


 

Werbung


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

STEINA: PLAYBACK

... im Haus der Kunst München



„Steina: Playback“ ist die erste Retrospektive von Steina (geb. 1940, Reykjavík, Island) in Deutschland, einer Wegbereiterin der Video- und Medienkunst. Als klassisch ausgebildete Violinistin wandte sie sich Ende der 1960er-Jahre dem Medium Video zu und näh­erte sich ihm mit musikalischer Sensibilität.


In ihrer Praxis erzeugt sie Bilder durch Klang und umgekehrt. Video wird zur Schwingung, zu einem Strom, der einzelne Elemente in erfahrbare Umgebungen verwandelt. Steina bringt Rhythmus und Resonanz in ihre elek­tronischen Experimente ein und behandelt das Signal als ein Medium, das die Wahr­neh­mung in etwas Veränder­liches und Lebendiges transformiert.

Von den frühen dokumen­ta­rischen Experimenten bis hin zu raumgreifenden Mehrkanal-Installationen bezeugt die Ausstellung Steinas lebenslanges Streben nach dem, was sie als „maschinelles Sehen“ bezeichnet: eine spielerische, nicht anthro­pozen­tri­sche Perspektive, die die Wahrnehmung über die Grenzen des Menschlichen hinaus er­wei­tert. Ihre Praxis verlagerte sich von den Landschaften Islands in die experi­men­tellen Infra­­struk­turen von New York und Buffalo. Heute werden ihre Arbeiten in den wichtig­sten Institutionen der Medien­kunst in ganz Europa gezeigt.

„Playback“ steht in Resonanz mit unserem weiteren Programm, das generations­übergreifend ausgerichtet ist und bei dem Klang und Musik ein polyfones Rückgrat der Ausstell­ungs­gestaltung bilden. Steinas Environments entfalten sich wie Partituren: Stim­men brechen in Loops, Bilder dehnen sich in rhythmischen Intervallen aus, und Land­schaf­ten schwingen kontrapunktisch mit. Jedes Werk komponiert sich gleichsam selbst in Abhängigkeit von seinem Beziehungsgeflecht – es verändert sich, wird frag­mentiert und polyfon. Steinas Werke bleiben stets offen, sind nie abgeschlossen und tragen ihren Rhythmus weiter wie Echos in einer fortlaufenden Partitur, in der Kunst und Wahr­neh­mung lauschen, sich anpassen und ständig neu orch­estriert werden.

„Steina: Playback“ wird vom MIT List Visual Arts Center in Zusammenarbeit mit dem Buffalo AKG Art Museum organisiert. Sie wird co-kuratiert von Natalie Bell, MIT List Visual Arts Center, und Helga Christoffersen, Buffalo AKG Art Museum. Die koordinierenden Kuratorinnen im Haus der Kunst sind Lydia Antoniou und Marlene Mützel.

Steina

Steina, geboren 1940 als Steinunn Briem Bjarnadóttir in Island, lebt in Santa Fe, New Mexico. Sie studierte Violine und Musiktheorie in Reykjavík und setzte ihr Studium am Staatlichen Musikkonservatorium in Prag fort. Nach Abschluss ihres Studiums war sie Mitglied des Iceland Symphony Orchestra. 1965 emigrierte sie gemeinsam mit Woody Vasulka nach New York und arbeitete dort zunächst als freischaffende Musikerin. 1973 gründeten Steina und Woody Vasulka gemeinsam mit Tony Conrad, Hollis Frampton, Paul Sharits und Peter Weibel den Fachbereich Medienwissenschaft an der University at Buffalo, einen der ersten akademischen Studiengänge, der sich der Medienkunst und experimentellen Praktiken mit den Schwerpunkten Video, Ton und neue Technologien widmete. 1980 ließen sich Steina und ihr Lebenspartner Woody in Santa Fe, New Mexico, nieder, wo Steina seitdem lebt und arbeitet.

Steinas Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem im Centre Georges Pompidou, Paris; im Museum of Art, Carnegie Institute, Pittsburgh (heute Carnegie Museum of Art); in der Jonson Gallery des University of New Mexico Art Museum, Albuquerque; und im Whitney Museum of American Art, New York. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York; des Smithsonian American Art Museum, Washington; der National Gallery of Canada, Ottawa; des San Francisco Museum of Modern Art; der Julia Stoschek Foundation, Düsseldorf; sowie der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien.

Sicherheitshinweis: Die Ausstellung zeigt teilweise laute Werke, sehr schnelle Bildwechsel und flackerndes Licht. Bei Menschen mit Lichtempfindlichkeit / Epilepsie kann dies gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Diese Stilmittel sind zentral für Steinas künstlerisches Schaffen, in dem Klang, Bild und Signal als lebende Systeme fungieren.

Gerne können Sie sich Ohrstöpsel an der Kasse abholen. Sollten Sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt Ihres Besuchs unwohl fühlen, wenden Sie sich bitte an unser Team.

Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
80538 München

Bild: „Steina: Playback“, Ausstelllungsansicht Haus der Kunst, 2026
Foto: Milena Wohjan

 


Veröffentlicht am: 24.08.2026

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 


Werbung

 


Werbung - für eine gute Sache

 
         
     
     
     

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 
Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 
Rechtliches
© 2007 - 2026 by genussmaenner.de. Alle Rechte vorbehalten.