Startseite  

15.10.2019

 

 


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Weckruf von Kevin

Kommentar von Peter Schwerdtmann, Auto-Medienportal

„Lieber Kevin, gerne gleich auch alle Autobesitzer enteignen.“ Sixt profiliert sich oft gekonnt mit provokanten Anzeigen.

Dieses Mal hat Kevin Kühnert das Unternehmen oder den Unternehmer so gereizt, dass er für eine ganzseitige Anzeige herhalten muss. Der Juso-Chef kann das tragen. Gern nimmt er die Schelte von einem solchen Kapitalisten auf sich. Viel Feind, viel Ehr.

Mit seiner Forderung, BMW zu vergesellschaften, nutzt Kühnert geschickt das schlechte Image der Automobilhersteller. Wer wird schon Mitleid mit den Quandts haben? Oder den Porsches? Oder den Managern, die sich die dicken Bonus-Zahlungen genehmigen lassen?

Die Zeit der wertfreien Diskussion von Fahrverhalten, Fahrleistungen und Fahrkomfort aus der Distanz des Autofachmanns ist vorbei. Fachjournalisten für Auto und Mobilität werden sich nicht mehr so einfach heraushalten können; denn ihr Themenspektrum rückte mit Kühnert wieder ein Stück tiefer ins Politische. Auch wir haben an dieser Stelle schon mit der Vergesellschaftung argumentiert, wenn wir die Feinstaubplakette und die Diesel-Fahrverbote in Kommentaren als Enteignung der betroffenen Bürger bezeichneten. Jetzt müssen wir mehr noch als bisher darauf zu achten, in wessen Garten wir Steine werfen. Denn die Populisten von rechts konnten der Versuchung nicht widerstehen, sich des Autos zu bemächtigen. Sie hoffen, die Fahrverbote könnten ausreichen, Volkes Zorn gegen die Mächtigen auszulösen. Sie träumen von einer deutschen Gelb-Westen-Bewegung, an deren Anfang die Erhöhung von Autokosten stand.

Wer gehofft hatte, der Diskussion um die Mobilität bliebe diese Art Polarisierung erspart, sieht sich enttäuscht. Wie wir die Mobilität der Zukunft gestalten ist aber keine Frage von Fahrrad statt Auto, Rollator statt E-Board, Gehweg oder Bürgersteig statt Radweg, Stadt statt Land. Wir brauchen keine Kraftproben, sondern einen Konsens darüber, wie wir miteinander leben wollen. Da ist Polarisierung wenig hilfreich.

Fällt jemand ein besserer Weg ein, als den Populismus aller Seiten mit möglichst umfassender Information auszuhebeln? (ampnet/Sm)

Foto: Auto-Medienportal.Net

 


Veröffentlicht am: 06.05.2019

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 


Werbung

 


Werbung - für eine gute Sache

Werbung

Bonuses ohne Einzahlung von onlinecasinohex.de

 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet - unser Partner für WebDesign, CMS, SEO, ...
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 

Rechtliches
© 2007 - 2019 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit