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Morgengruß von Helmut Harff: Papa, Papa

Sind Mütter abgemeldet?

Ich beobachte es schon länger: Kinder stehen auf ihre Väter. Zugegeben so neu ist das nicht. Doch in letzter Zeit beobachte ich auf Familienevents, aber auch einfach so auf der Straße, im Supermarkt oder im Park, dass Kinder sehr oft den Vater suchen, zum Vater wollen, auch wenn die Mutter daneben steht.

Nun kann das diverse Gründe haben. Früher war es so, dass der Vater eher eine Drohkulisse war – ganz nach dem Motto „Warte mal bis Vater nach Hause kommt“. Doch der strafende oder gar der schlagende Vater gehört (hoffentlich) längst der Vergangenheit an. Vielleicht ist es auch so, dass heute die Mutter die in der Familie ist, die maßregelt. Ein weiterer Grund kann sein, dass die Kinder ihre Väter viel zu wenig sehen und dann froh sind, wenn Vater mal für sie da ist. Möglich ist aber auch, dass das neue Rollenbild insgesamt dafür verantwortlich ist, dass der Vater für die Kinder eine andere, eine wichtigere Rolle spielt.

Doch eigentlich ist es auch egal, warum Kinder nicht nur nach der Mutter, sondern eben verstärkt auch nach dem Vater rufen, nicht mehr am sprichwörtlichen Rockzipfel der Mutter, sondern auch sehr gern am Hosenbein des Vaters hängen. Ich glaube, hier hat sich einiges zu Gunsten des Vater-Kind-Verhältnisses verändert – und das ist auch gut so.

Doch hat das die Gesellschaft, haben das die Politiker, haben das die Gutmenschen und Familienbefürworter auch schon entdeckt? Das wage ich ganz entschieden zu bezweifeln. Ja, auch Väter können/sollen Erziehungsurlaub nehmen, doch ansonsten geht es nahezu immer um Mutter und Kind. Für Frauen soll es möglich sein, Arbeit und Familie – sprich Kinder – unter einen Hut zu bringen. Niemand fragt nach der Vereinbarkeit von Job und Kind bei Männern. Männer tauchen als Väter maximal als Randfiguren auf. Das fängt beim Recht am eigenen Kind an und hört eigentlich nie auf. Väter, vor allem solche mit unehelichen Kindern, haben noch immer gegenüber den Müttern das Nachsehen. Das gilt in viel zu vielen Fällen auch bei Scheidungen. Immer sind die Mütter die erste Wahl. Das heißt, dass Männer in den meisten Fällen eben nur zweite Wahl sind, wenn es um die Kinder geht. Das ist im 70. Jahr des Grundgesetzes schon mehr als merkwürdig.

Nun kann man zwar Gesetze ändern, man kann sogar versuchen, Vater sein und Job besser unter einen Hut zu bringen. Da sind die schon genannten Verdächtigen - die Politiker, die Gutmenschen und Familienbefürworter – gefragt. Doch eine Gesellschaft verändert sich nur langsam und nicht per Gesetz oder den Wunschvorstellungen von Weltveränderern.  Gesellschaft verändert sich am besten von unten. Die Väter haben ihre neue Rolle schon angenommen und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Das ist ganz sicher gut für alle – auch für Kinderlose. So wird unsere Gesellschaft sicherlich ein bisschen besser. Ich hoffe außerdem darauf, dass die Vaterkinder nicht vergessen, wie wichtig Vater eben für sie war.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass Mutter nicht  mehr wichtig ist. Die Kinder sind nur klug, sie haben ohnehin die Mutter und nun auch den Vater. Das müssen nun alle auch begreifen, die noch immer das Mutter-Kind-Verhältnis über das Vater-Kind-Verhältnis stellen. Das war gestern und ist etwas für Gestrige.

Übrigens: Ich habe mich auch immer auf das gemeinsame Frühstück mit Vater u n d Mutter gefreut.

Jetzt freue ich mich auf das Frühstück mit der besten Frau der Welt und wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.05.2019

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