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16.10.2019

 

 


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Aufgespießt: Ja, ich will

Heiraten ist angesagt

(Helmut Harff / Chefredakteur) Vorgestern war für mich und meine Familie ein gaaaaaanz besonderer Tag. Es war die erste Hochzeit in meinem nahen Umfeld seit Jahrzehnten. Ganz sicher war nicht nur das Brautpaar aufgeregt. So eine Hochzeit ist ja auch etwas tolles, bieten schon Monate zuvor Gesprächsstoff.

Ich fragte mich, ob heiraten überhaupt noch in ist. Siehe da, im vergangenen Jahr heirateten in Deutschland 407.500 Paare. Ja, das sind, nimmt man Sonn- und Feiertage raus, mehr als 1.300 Hochzeiten pro Tag. Das sind deutlich mehr Ja-Sager als ich erwartet hatte. Und es kommt noch besser: "Nur" 153.500 sagten "nein" und ließen sich scheiden.

Übrigens, Ehen halten hierzulande im Schnitt 15 Jahre. Da sich ja Ehepaare auch schon nach ein oder zwei Jahren trennen, bin ich sicher, dass unser Brautpaar garantiert so lange verheiratet bleibt, bis der Spruch "... bis das der Tod Euch scheidet" traurige Realität wird. Dafür spricht auch, dass nach einer verregneten Woche die Sonne mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft um die Wette strahlte. Wenn das kein gutes Zeichen ist.

Nun war ich schon bei Google unterwegs und recherchierte noch etwas weiter. Ich erfuhr, dass eine Hochzeit im Deutschland im Schnitt gut 6.000 Euro kostet. Flitterwochen, Junggesellenabschiede oder Polterabende sind darin nicht enthalten. Übrigens: Eine Beerdigung kostet im Schnitt 7.600 Euro. Die Liebe ist also deutlich billiger als das Ende. Da verwundert es nicht, dass es zwar Sterbegeldversicherungen gibt, aber keine Hochzeitsgeldversicherung. Ich habe lediglich Angebote für eine Hochzeits-Rücktrittsversicherung gefunden. Schön, die macht in Sachen Beerdigung keinen Sinn, denn es gab wohl noch nie jemand, der von seiner Beerdigung zurück getreten ist.

Wie die Hochzeit war? Selbstverständlich war es die Hochzeit des Jahres schlechthin - zumindest für mich. Die Mütter brauchten viele Taschentücher und wir andern mussten auch hin und wieder schlucken. Der Star der Hochzeit war aber nicht die wunderschöne Braut, sondern der Sohn des Hochzeitspaars. So ein gut zweijähriger Knirps stielt einfach jedem die Show.

Klar machte auch der Bräutigam eine gute Figur, doch irgendwie kommt der Bräutigam bei der eigenen Hochzeit etwas zu kurz. Wer redet schon über sein Outfit - so das nicht völlig ausgefallen ist. Er kann nicht einmal mit Blumen punkten. An den Hochzeiter erinnert man sich höchstens dann, wenn er die Ringe vergessen hat oder es ihm beim Ja-Wort die Sprache verschlägt. Doch nichts davon war der Fall. Deshalb muss ich hier stellvertretend für alle heiratenden Männer an den Bräutigam erinnern.

Wenn ich mir das so angesehen habe, so finde ich eine Hochzeit etwas tolles, gar nicht antiquiertes. Probieren Sie es doch einfach mal. Ach ja: Man muss eigentlich nicht mehr sagen als "Ja, ich will".

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 20.05.2019

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