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Alternative Fakten

... ein Kommentar von Peter Schwerdtmann, Auto-Medienportal.Net

Seit dem Streit um die Zuschauerzahlen bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump kennen wir von seiner Beraterin Kellyanne Conway den Begriff der „alternativen Fakten“.

Erst dachten wir, es ginge um eine dreiste Umschreibung fürs Lügen. Inzwischen wissen wir es besser: „Alternative Fakten“ sind die Halbwahrheiten, Falschaussagen und Behauptungen, mit denen die Gemeindemitglieder einer Blase in ihrem religiös anmutenden Glauben bestärkt werden. Nach zwei Jahren Trump´scher Fakten gehört die Blase zum täglichen Leben, zu unserem täglichen Leben.

Um das in aller emotionalen Brutalität zu erleben, braucht es nicht Migranten, AfD oder autonome Gruppen, nicht einmal die nächste Volte des US-Präsidenten. Es reichte ein Blick auf den Umgang mit der Internationalen Automobilausstellung (IAA) bis 22. September in Frankfurt.

Hier eine Sammlung der alternativen Fakten, wie sie uns in der IAA-Berichterstattung ständig begegnen:
1. Die deutsche Automobilwirtschaft ist verbrecherisch. Sie betrügt die Menschen und nimmt ihren Tod in Kauf.

2. Die Industrie hat die Entwicklung verschlafen. Wir müssen ihr die Wende aufzwingen, damit sie überlebensfähig ist.

3. Die Deutschen hängen technologisch und ideologisch zurück. Sie bauen immer größere, stärkere Autos.

4. Sie entwickeln immer noch Verbrennungsmotoren, obwohl das Killermaschinen sind.

5. Junge Menschen wollen keine Autos mehr.

6. Wir brauchen den Elektroantrieb für die Rettung des Klimas.

7. Wir werden auch den Chinesen und anderen das Verlangen nach großen Autos abgewöhnen.

8. Wir selbst brauchen keine Autos mehr.

In dieser Blase tummeln sich an den Pressetagen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt die Protestler vor der Tür und in den Hallen, aber noch mehr und publikumswirksamer die Berichterstatter der öffentlich-rechtlichen Medien mit ihren garantiert autofeindlichen Gesprächspartnern aus der Blase. Alternative Fakten killen jedes sachliche Argument und können sich auch gegen Naturgesetze zum Beispiel der Physik durchsetzen.

Das ist ja das schöne am Leben in der Blase. Niemand fragt, ob es außer in der Blase im Universum menschliches Leben gibt. Da steht dann ein Mann wie der VDA-Präsident Bernhard Mattes und sucht nach Wegen, ins Gespräch zu kommen. Doch jede gutgemeinte Transparenzaktion wird von den Blasen-Bewohnern umfunktioniert. Motto: Jetzt versuchen sie, sich zu rechtfertigen. Also werden wir sie auslachen.

Wenn ein Mattes stellvertretend für die schweigende Mehrheit der Fachleute darauf hinweist, dass die Deutsche Automobilindustrie sehr wohl an der Spitze der Technologie steht. Aber es sich angesichts der Aufgaben es sich kein Hersteller leisten könne, Autos in Großserie zu bauen, die nur selten jemand kauft. Kein Elektroautohersteller verdient heute Geld; Elon Musk sammelt Milliarden Verluste.

Wenn ein Mattes darauf hinweist, dass der Verbrennungsmotor noch lange Antrieb von Mobilität bleiben wird, erhebt sich Geschrei: Der Verbrenner muss weg! Warum denn? Es ist doch gar nicht der Motor, sondern der Kraftstoff, der stört. Heute können wir aus dem Kohlendioxid der Luft Kraftstoff gewinnen. Was spricht gegen dessen Einsatz?

Wenn wir für bessere Stickoxidwerte in einigen Innenstädten die Dieselmotoren verbieten und batterieelektrisch fahren, nutzt das der Luft vor Ort, aber nicht dem Klima. Fürs Klima ist der Diesel immer noch besser. Auch das kann ein VDA-Präsident kaum sagen, ohne ausgebuht zu werden.

Jeder neue VDA-Präsident wird sich an dem Problem die Zähne ausbeißen: Wie lässt man eine solche Blase platzen, wenn sie von den starken Anziehungskräften zwischen den Medien und den scheinbar kritischen Themen lebt, die Aktivisten ihnen immer wieder gern anbieten werden.

Nun werden wir in einer für die Automobil kritischen Phase beobachten müssen, ob ein neuer VDA-Präsident die Blase zu Platzen bringen kann. Das wird nicht ohne die Hilfe der Politik funktionieren, wenn wir unsere innovative, nachhaltig arbeitende Automobilindustrie auch in Zukunft noch als größten Arbeitgeber an unserer Seite wissen wollen. (ampnet/Sm)

Foto: Auto-Medienportal.Net

 


Veröffentlicht am: 15.09.2019

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