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Morgengruß von Helmut Harff: Greta, Greta

Was uns ein Mädchen zeigt

Es wundert sicherlich niemanden, dass Greta Thunberg mit dem "Right Livelihood Award" geehrte wird. Den Preis, der besser als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt ist, teilt sich die junge Schwedin mit drei anderen Aktivisten.

Es ist sicherlich so, dass die wohl derzeit einflussreichste Bewohnerin der Erde auch bald den „richtigen“ Nobelpreis bekommen wird. Wer soll das auch sonst sein? Schließlich hat das Mädchen mit ihrer Schulstreikbewegung so viel bewegt, so viele Leute überall bewegt, wie das wohl in Friedenszeiten noch nie jemand gelungen ist.

So ist auch die Begründung für die Preisverleihung an Greta Thunberg durch den Stiftungsdirektor Ole von Uexküll eigentlich auch nicht verwunderlich. Er sagt:  "Mit Greta Thunberg ehren wir eine der einflussreichsten Vertreterinnen der Zivilgesellschaft weltweit und weisen gleichzeitig auf die Kraft eines jeden Menschen, politisch etwas zu verändern."

Und doch, das ist ein Schlag ins Gesicht von fast allen Menschen, die gern meckern, die sich beschweren, für die die da oben, die Politiker, die Wirtschaftslenker, die Kirchen oder sonst wer für alles mögliche verantwortlich sind. Die Begründung sagt ja eigentlich nichts weiter als „Arsch hoch“ und meint uns alle.

Sicherlich werden wir nicht alle mal so  im Vorübergehen eine weltweite Kampagne wie „Fridays for Future“ ins Leben rufen. Doch das muss ja auch gar nicht sein. Was uns Greta Thunberg zeigt und Ole von Uexküll in Worte fasst ist, dass jeder von uns, dass wir alle in der Lage sind, etwas zu bewegen. Das muss, das kann nicht alles nobelpreisverdächtig sein. Es muss nicht spektakulär sein, es muss nur sein.

Greta Thunberg zeigt auch, dass es ein „geht nicht“ eben nicht gibt. Es geht immer etwas – in der Familie, im Haus, in der Straße, im Job, im Ort, im Land – egal wo. Wie heißt das in der Begründung: „… und weisen gleichzeitig auf die Kraft eines jeden Menschen, politisch etwas zu verändern“.

Wenn wir alle nur eine Stunde in der Woche weniger meckern, uns weniger beschweren würden und die Zeit nutzen würden, etwas zu bewegen, uns zu engagieren – die Welt wäre sicherlich eine andere. Es würde schon reichen, wenn es so weniger frustrierte Menschen gäbe.

Ja, ich höre auch hier all die Bedenkenträger, die meinen, dass das schwedische Mädchen eher in die Schule gehen sollte, als Millionen Menschen aufzufordern, genau das nichts zu tun. Doch stimmt das? Wer von denen, die die Menschheit voran gebracht haben, hatten ein Einser-Abitur, waren nach heutigen schulischen Maßstäben dafür prädestiniert, Großes zu verbringen?

Und, so schlecht kann Greta in der Schule nicht gewesen sein. Wer von uns, wer von den Einser-Abiturienten in Deutschland ist schon in der Lage in gutem Englisch vor der UN zu reden?

Ich muss mich jetzt sputen, denn mein Frühstück im Hotel „Le Rempart“ im französischen Tournus wartet auf mich. Ich bin hier auf den Spuren der romanischen Baukunst im Burgund. Doch dazu morgen mehr.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 26.09.2019

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