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08.08.2020

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Die Welt retten

… oder Lebenszeit

Ich bin mal wieder auf Reisen. Diesmal geht es um Genuss auf italienisch. Ziel der Reise ist Bologna, denn dort begeht man den Mortadella-Tag und das – wo sonst – im Mortadella-Museum.

Nun wird man von Berlin nach Bologna wohl eher fliegen als sonstwie anreisen. Doch die Hauptstadt ist nun mal nicht das Flugdrehkreuz des Landes und wenn Termine anstehen, muss man entweder schon einen Tag eher anreisen – das ist teuer – oder eben die Bahn nehmen. Letzteres tue ich und bin damit ökologisch ganz sicher auf der richtigen Seite. Mein ökologischer Fußabdruck wird nur unmerklich größer – aber zu welchem Preis.

Nein, ich meine nicht, dass die Bahnreise viel teurer ist, als es ein Flug wäre. Ich meine, dass mir die Bahnreise 10 Stunden mehr von meinem Leben kostet, als es der Flug nebst Kontrollen und Co. tun würde. Dazu kommt, dass ich mich im Zug bei einer Reisedauer von 15 Stunden auch noch verpflegen muss. Ja, ich könnte mir eine Werkschnitte einpacken, doch die hasste ich schon in der Schule. Ich könnte ja auch nach Bologna reiten, doch auf die Idee ist noch niemand gekommen. Doch was nicht ist…

Es stehen sich also mein ökologischer Fußabdruck (wer hat den eigentlich erfunden) und zehn Stunden mehr Reisezeit + zusätzliche Kosten gegenüber. Soll ich wo immer es geht, 10 Stunden dafür opfern, das Weltklima zu retten? Sie finden die Frage unsinnig? Stellen Sie sich mal vor, sie müssten bei jedem Flug einfach mal so die gegenüber einer Anreise per Bahn eingesparte Zeit am Flughafen verbringen um so etwas für Ihren ökologischen Fußabdruck zu tun. Sie finden das unsinnig? Ich auch.

Das mit dem ökologischen Fußabdruck ist überhaupt so eine Sache. Ich arbeite ja auf dem Land. Hier fahren relativ häufig Busse – große Busse wie auch in Städten. Nur im Gegensatz zu Bussen in der Stadt sind die hier außer im Schülerverkehr leer.

Wenn da mal drei Leute drin sind, dann ist der Bus schon „voll“. Wie gesagt, der Bus hat um die 30 Sitzplätze. Nun sagt man ja, dass man den ÖPNV ausbauen muss, um das Klima zu retten. Der ist ja hier ziemlich gut, sieht man mal von den Abend- und Nachtstunden ab. Doch da fährt dann ein mit Diesel betriebener großer Bus für wenige Fahrgäste. Das scheint mir alles andere als ökologisch.

Was ich sagen will, wir brauchen keine allgemein gefassten Ideen, wir brauchen Lösungen vor Ort. Wir brauchen auch keine Hetzjagden auf die, die fliegen und keine Ehrenurkunden, für die, die mit leeren Bussen unterwegs sind. Wir brauchen praxisnahe und praktikable Lösungen für Verkehrsprobleme, für die Entlastung unsere Umwelt. Das ist weit komplexer, als es bisher die Vorschläge der Politiker auch nur ahnen lassen.

Ich will jedenfalls meine Lebenszeit nicht gegen meinen ökologischen Fußabdruck aufrechnen lassen. Das nicht mal so und das schon gar nicht, wenn es um die zukünftige Besteuerung meines CO²-Verbrauches geht.

So, jetzt gehe ich in den Speisewagen - ich brauche einen Kaffee.

Ihnen wünsche ich auch heute ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.10.2019

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