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08.08.2020

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Sch… Fernsehen

Muss ich doch Pay-TV sehen?

Gerade sind in Los Angeles zum 77. Mal die Golden Globe Awards vergeben worden. Die gehören neben den Oscars zu den höchsten Auszeichnungen in der Film- und Fernsehbranche.

Die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) – dem Auslandspresseverband Hollywood - zeichneten dabei die aus ihrer Sicht besten amerikanischen und ausländischen Film- und Fernsehproduktionen sowie Künstler des Vorjahres aus. Ich habe das eher am Rande verfolgt, denn als ich um 4:30 Uhr mein Radio einschaltete, lief die Preisverleihung noch. Ich hörte mir also die Zusammenfassung an. Da bekam ich mit, dass neben den für die Kinos produzierten Filme fast alles, was an Filmen und Serien ausgezeichnet wurde, nicht nur im Pay-TV zu sehen ist, sondern in sehr vielen Fällen auch von Streaming Diensten produziert wurde. Folglich muss ich mich bei den großen Diensten nicht nur anmelden sondern auch zahlen, wenn ich davon irgend etwas sehen möchte.

Stutzig machte mich eine Bemerkung, dass beispielsweise die ausgezeichnete Miniserie "Chernobyl" mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im frei empfangbaren deutschen Fernsehen zu sehen sein wird. Das „reiche“ ukrainische Fernsehen dagegen erwarb die Rechte.

Ja, unser gebührenpflichtiges öffentlich-rechtliches Fernsehen kann sich so etwas nicht leisten, müsste dazu bestimmt die Gebühren erhöhen. Ich hätte ja da nicht mal etwas gegen, wenn das Fernsehprogramm nicht so – sorry – besch… wäre. Diese Einschätzung teilen sicher ganz viele Fernsehzuschauer, die  eben immer mehr zu den Streamig Diensten abwandern. Doch wie sagte am Dienstag früh ein Beobachter der Golden Globes? Wenn man all das sehen will, was an guten Filmen und Serien produziert wird, muss man sechs Dienste abonnieren und bezahlen. Er befürchtet, dass das demnächst sogar neun sein werden. Das kommt ganz schön teuer. Ich kenne die einzelnen Preise nicht, doch zusammen mit der zwangsweise eingetrieben Fernseh- und Rundfunkgebühr hierzulande kommen da schnell 50 Euro und mehr zusammen.

Nun wird man in Deutschland schneller die Sommerzeit abschaffen können als die Rundfunkgebühr. Doch wie wäre es, wenn man aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch so etwas wie ein Streaming Dienst macht? Radio hören kostet 3,00 Euro, so tolle Übertragungen von Massensportarten wie Biathlon oder Skispringen vielleicht auch 3,00 Euro. Wer den Tatort oder die super spannenden Vorabendserien sehen will, muss die gleiche Summe berappen. Wer sich dagegen für die Wiederholungen von Filmen und Serien entscheidet, die mindestens schon zehnmal im Fernsehen gelaufen sind, bekommt eine Gutschrift von 5 Euro.

Mit mir ist mal wieder die Phantasie durchgegangen? Kann schon sein, aber man wird ja noch einmal träumen dürfen. Davon zu träumen, dass man mit seiner Rundfunkgebühr nicht tausende Verwaltungsmitarbeiter und einige Hände voll sehr gut verdienender Menschen vor der Kamera sowie über die Fernsehrechte einige Sportarten (mit)finanziert, muss ja erlaubt sein.

Vielleicht noch einige Zahlen? Laut Wikipedia hüpfen weltweit einige Tausend Menschen von den Schanzen. Viel mehr Biathleten wird es wohl auch nicht geben. Beide leben eigentlich nur durch eine geschickte Vermarktung im Fernsehen – also über unsere Rundfunkgebühren und füllen unzählige Sendestunden. Schön, dann läuft wenigstens kein Till-Schweiger Tatort oder kein Traumschiff mit einem überbezahlten Kapitän. Das Gute an solchen Sportübertragungen ist auch, dass die nicht noch Jahre später bei Schneemangel wiederholt werden.

Eine Wiederholung liebe ich allerdings Tag für Tag – das Frühstück mit der Besten Frau der Welt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 07.01.2020

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