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Morgengruß von Helmut Harff: Offline-Frauen

Ein erstaunliches Studienergebnis

In einer Meldung vom 6. Januar 2020 heißt es:  „Die Initiative D21 und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit stellten heute die Studie „Digital Gender Gap – Lagebild zu Gender(un)gleichheiten in der digitalisierten Welt“ vor.

Die Ergebnisse sind eine Sonderauswertung der Studie D21-Digital-Index 2018 / 2019, die jährlich den Digitalisierungsgrad der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahre misst. Frauen erreichen einen geringeren Digital-Index als Männer, zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Digital Gender Gap“: Auf der Skala von 0 bis 100 Punkten liegen Frauen bei einem durchschnittlichen Digitalisierungswert von 51 Indexpunkten, Männer bei 61 Indexpunkten“.

Ehrlich, ich dachte, ich lese nicht richtig. Schön, dass bei den Menschen über 70 die Frauen weniger an der digitalen Welt interessiert sind, als die Männer, das könnte ich zur Not noch verstehen, doch dass das bei jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren auch so sein soll, kann ich irgendwie nicht glauben.

Es ist ja wohl so, dass mehr junge Frauen das Abitur machen und studieren, als Männer und mal ehrlich, ich habe noch nie in den letzten Jahren eine junge, aber auch kaum eine ältere Frau ohne Handy, ohne Smartphone gesehen. Oder habe ich nur nicht genauer hingesehen?

Allerdings erstaunt mich ebenfalls, dass Männer auch nur 61 von 100 Punkten erreichen. Mit so einem Ergebnis würde man wohl durch so manche Prüfung rasseln. Man könnte also sagen, dass wir Deutsche beim Thema Digitalisierung eher Analphabeten sind.

Ich frage mich nun, ob diese digitale Mangelkompetenz nicht zumindest ein Grund dafür ist, dass die deutschen Kinder in den Pisastudien immer unzureichend abschneiden. Sind die Kinder, aber vor allem die Lehrer, die Erzieher, die Eltern und Großeltern nicht zu viel, sondern zu wenig und vor allem mit zu wenig Kompetenz in der digitalen Welt unterwegs? Sollten wir nicht quer über alle Altersgruppen uns mehr Kompetenz zulegen? Muss hier nicht auch der Staat – sicherlich alles andere als eine Leuchte in Sachen digitaler Kompetenz – massiv investieren? Muss hier nicht auch mit leichtem Zwang und viel materiellem Anreiz und vor allem mit dem Netzausbau auf dem Land für mehr Kompetenz gesorgt werden?

Und dann sind da die Frauen, denen die Studie nur 51 Indexpunkte zuweist. Wer soll das verstehen? Und doch, geht mir eine Frage dabei nicht aus dem Kopf: Ist die schwache digitale Kompetenz der Frauen vielleicht ein Grund dafür, dass man so wenige Frauen in Führungspositionen findet? Das ist sexistisch oder frauenfeindlich? Dann dazu noch einmal ein Zitat aus der schon oben angeführten Meldung. Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit zieht folgenden Schluss: „Wir brauchen ein gezieltes digitales Empowerment von Mädchen und Frauen entlang der gesamten Bildungskette. Dies ist dringend erforderlich, weil ihnen der Zugang zur Gestaltung digitaler Technologien durch Geschlechterklischees und traditionelle Rollenzuweisungen erschwert wird. Sie fehlen somit auch in den entsprechenden Ausbildungen und Studiengängen, in denen grundlegende Kompetenzen für Zukunftsberufe vermittelt werden“. Noch Fragen?

Ich werde darüber bestimmt mit der Besten Frau der Welt diskutieren, wenn wir ganz analog frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 08.01.2020

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