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Morgengruß von Helmut Harff: Flötentöne beibringen

Warum nicht heute …

Manchmal frage ich mich, warum mir nie jemand versucht hat, die Flötentöne beizubringen. Dabei hat meine Mutter mir häufig genau damit gedroht, wenn sie wieder einmal sagte: "Mein Lieber, ich werde Dir schon die Flötentöne beibringen“.

Ich habe mich zuerst darüber gewundert, warum sie, wenn sie sauer auf mich war, mir ein Instrument beibringen wollte, das sie selber gar nicht spielen konnte und das sie auch nie aus Vaters Schublade holte.

Es dauerte nicht sehr lange, bis ich begriff, dass meine Mutter zwar meine Entwicklung, aber nicht meine musikalische Ausbildung im Sinn hatte. Eigentlich schade, vielleicht wäre ich sonst bei „Deutschland sucht den Superstar“ als bis dato unerkanntes Flötentalent entdeckt wurden. Na, daraus wurde nichts.

Und sonst? Hat es geholfen, dass meine Mutter mir im übertragenen Sinn die Flötentöne beigebracht hat? Das sollen andere entscheiden. Ich glaube, dass es mir nicht geschadet hat. Ob Eltern heute überhaupt noch ihren Kindern drohen, ihnen die Flötentöne beibringen zu wollen?

Doch was meint man überhaupt, wenn man mit diesem speziellen Musikunterricht droht? Ich meine, damit ist gemeint, jemanden auf energische, nachdrückliche Art lehren, wie er sich zu verhalten hat. Das hat nun doch wieder etwas mit dem Blockflötenunterricht zu tun, denn so ganz und immer freiwillig macht das kaum ein Kind. Wahrscheinlich bewerben sich deshalb so wenig samt ihrer Flöte bei DSDS.

Ich habe mich aber immer gefragt, woher diese Redensart kommt. Hängt das wirklich mit frühen Helikoptereltern zusammen, die ihre Kinder unbedingt zu Flötenspieler machen wollten? Wie das Internet verrät, geht die Ursache auf den griechischen Fabeldichter Äsop zurück, der wahrscheinlich im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte. In seiner Fabel vom flötenspielenden Fischer geht es darum, dass der zunächst vergeblich versuchte, durch Flötenspiel die Fische an sich zu locken. Als er aufhört zu spielen und das Netz herauszieht, zappeln doch einige am Strand und er sagt: „Oh ihr schlechtes Getier. Als ich flötete, wolltet ihr nicht tanzen, nun ich aber aufgehört habe, tut ihr's“. Der Fischer hatte ihnen also die »Flötentöne« beigebracht, sie »tanzten nach seiner Pfeife«. Und die Moral von der Geschichte: Erst unter Zwang tut man's - freiwillig nicht.

Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Ach ja, doch noch eines. Heute, am 10. Januar ist der Tag der Blockflöte. Der soll wohl erstmals im Jahr 2007 durch das Online-Portal Lizard Lounge gefeiert worden sein.

Am Tag der Zimmerpflanzen werde ich nun erst einmal mit der Besten Frau der Welt, die auch einen grünen Daumen hat, frühstücken. Ich liebe dem Tag der Zartbitterschokolade, den wir heute auch begehen können.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 10.01.2020

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