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Morgengruß von Helmut Harff: Datenmillionär

... und was nützt es mir?

Wir alle geben täglich unsere Daten preis. Von mir sind bestimmt Millionen von Daten irgendwo gespeichert. Das macht vielen Angst und doch geben wir sehr viel von uns mehr oder weniger freiwillig her.

Das Sammeln von Daten beginnt schon, bevor wir überhaupt auf der Welt sind. Die stehen dann im Mutterpass. Wenn wir gar nicht mehr existieren, hört das noch lange nicht auf. Da stehen Daten auf unserem Totenschein und auf dem Friedhof hat man noch sehr lange von uns Daten in der Datei.

Wir geben Daten beim Jobcenter dafür preis, dass wir Geld vom Staat bekommen und tun das beim Finanzamt, damit wir dem Staat Geld geben können. Wir geben unsere Daten bei der Job- und bei der Wohnungssuche hin und wir geben vieles von uns preis, wenn es um Versicherungen, aber auch um Kredite oder ähnliches geht. Bei sehr vielen dieser Dinge tun wir das, weil wir dafür etwas bekommen, weil wir einen Vorteil haben oder uns den zumindest erhoffen.

Doch wie ist das mit all den Daten, die so von uns eingesammelt werden? Ja, wenn Google und Co. meine Daten verwertet, habe ich auch einen Vorteil, denn ich kann das Angebot von Google einfach so nutzen, bekomme keine Rechnung. Aber, wie ist das beispielsweise mit meinen Daten, die mein Auto über mich sammelt?

Darüber ging es gestern beim jährlichen Goslar Diskurs. Unter der Leitung der sehr eloquenten und wissbegierigen Carola Ferstl diskutierte darüber eine Männerrunde. Der bekannteste Diskutant war sicherlich Hermann-Josef Tennhagen von Finanztip. Es ging darum, ob und wie man dank erhobener Daten dem Autobesitzer eine auf ihn zugeschnittene Kfz-Versicherung anbieten kann. Man kann das, so man die Daten hat, die aber die Autohersteller nicht rausrücken - weder an den Autofahrer, noch an die Versicherer.

Interessant war, dass die Diskutanten sehr häufig das Wort ambivalent benutzten, wenn es um die Frage der Datenerhebung und deren Nutzung ging. Diese Daten können höchst sinnvoll, aber eben auch missbräuchlich eingesetzt werden. Das ist wie mit dem Messer, mit dem man Kartoffeln schälen oder jemanden ermorden kann. Ambivalent waren auch die Aussagen, wenn es darum ging, wem die Daten gehören, vor allem dann, wenn sie nicht mehr einer Person zuzuordnen sind, sondern anonymisiert wurden.

Es war eine hochspannende Diskussion mit weiter offenem Ausgang, die von Dr. Rheinländer, einem Vorstandsmitglied der HUK-COBURG beflügelt wurde. Der Versicherer bietet nämlich seinen Kunden ein Gerät an, das seine Fahrdaten erhebt. Fährt der Fahrer so, dass das Unfallrisiko niedrig ist, sinken auch seine Versicherungsbeiträge - um bis zu 30 Prozent. Darüber hinaus erhält der so "überwachte" Fahrer noch per APP eine Auswertung zu seiner Fahrweise. Der Versicherer will so den Autofahrer dazu bringen, sicherer unterwegs zu sein. So sollen Unfälle und damit auch Schadensfälle für die Versicherung gesenkt werden. Ich finde, das ist ein faires Angebot, denn man bekommt zählbares für seine Daten, die man bisher dafür freiwillig hergibt.

Ob heute registriert wird, was die Beste Frau der Welt und ich im Klosterhotel Wöltingerode - da fand die Veranstaltung statt - frühstücken, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es lecker ist.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Geben Sie Ihre Daten nicht zu billig her.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 31.01.2020

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