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08.08.2020

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Ab ins Home Office

Geht das so ohne weiteres?

Angesichts der herrschenden Panik und des wilden Agierens der Politik fordert man von sehr vielen Menschen von zuhause aus zu arbeiten. Das trifft nicht nur Lehrer sondern sehr viele, deren hauptsächliches Arbeitsmittel der Computer ist.

All die Menschen sollen oder müssen nun von zuhause aus arbeiten. Lassen wir mal außen vor, dass das zumindest einen vernünftigen Internetzugang voraussetzt, ist das so einfach nicht. Ich weiß, wovon ich rede, schließlich arbeite ich schon fast drei Jahrzehnte am heimischen PC. Doch wie ist es, wenn nun der Chef oder die Politik sagt, ab sofort arbeitest Du von zuhause?

Da gibt es Fragen über Fragen. Auf welchem Rechner soll man denn in den eigenen vier Wänden arbeiten? Nimmt man seinen Rechner aus dem Büro mit? Wer haftet dann für Schäden? Was, wenn wie auch immer sich Vieren – es gibt für den Rechner viel gefährlichere als Corona – einschleichen und der dann sogar den Firmenserver infiziert? Wer überprüft die Rechner auf Schadsoftware, wenn die Home Office-Phase mal endet? Wie ist es, wenn man am eigenen Rechner arbeitet? Auch hier gibt es Haftungsfragen, auch hier kann es Missbrauch geben. Hier sollte man sehr konkrete Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber treffen, die jede Haftung seitens des Arbeitnehmers ausschließt und es sollte vereinbart werden, dass der Arbeitgeber auch alle entstehenden Kosten übernimmt.

Ich finde, mit der Abschiebung ins Home Office gibt es noch ein Problem, an das nur wenige denken werden. Wenn es um das Home Office geht, tut das Finanzamt fast immer so, als ob man einen millionenschweren Steuerbetrug begehen will. Auch hier weiß ich, wovon ich rede. Meine Steuerprüferin sieht gerade bei diesem Thema ihre große Chance, sich profilieren zu können. Wenn man nun für Wochen – und wer weiß – auch für Monate seinem Job von zuhause aus nachgehen muss, so müsste das Finanzamt den entsprechenden Raum auch als Arbeitszimmer anerkennen. Hier ist das Finanzministerium gefragt. Gibt es keine dahin gehende Regelung, würde ich meinen Arbeitgeber zur Kasse bitten. Schließlich muss er mein Büro in dieser Zeit weniger beheizen und auch die Reinigung fällt flach.

Arbeiten von zuhause aus, das muss man auch können. Ich kenne viele Kollegen, die genau das nicht können, die sich nicht so organisieren können, dass sie ähnlich wie im Büro ihre Leistung bringen können. Wenn dann – wie es  jetzt leider in sehr vielen Fällen der Fall sein wird - auch noch der Nachwuchs zuhause betreut, versorgt und bespaßt werden soll – so ist die Arbeit vom heimischen Küchentisch nur sehr schwer realisierbar. Man kann ja mal versuchen, einem Fünfjährigen beizubringen, dass Papa arbeiten muss, obwohl er zuhause ist. Wenn Papa sonst da ist, hatte er ja auch bisher immer Zeit für den Nachwuchs.

Und dann ist da noch ein wichtiger Aspekt - die Gesundheit. Daran sollte man nicht nur am heutigen Tag der Rückengesundheit denken. Wer länger zuhause acht oder mehr Stunden am heimischen Esstisch auf einem Wohnzimmerstuhl sitzend arbeitet, wird nicht lange auf Rückenschmerzen warten müssen. Und, wer so einen Esstisch hat, ist noch gut dran. Auch hier gilt: Entweder man bekommt seinen guten Bürostuhl nach Hause gebracht oder der Chef greift tief in die Tasche und spendiert so ein ergonomisch richtiges Sitzmöbel. Passiert das nicht, muss man kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass in relativ kurzer Zeit die Menschen nicht mit Grippesymptomen, sondern mit massiven Rückenschmerzen die Arztpraxen überfluten.

Viel mehr Spaß macht es, mit lieben Menschen am Frühstückstisch zu sitzen – so wie ich mit der Besten Frau der Welt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 24.03.2020

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