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Morgengruß von Helmut Harff: Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein

... tönte es aus dem Radio

Wann immer er im Radio singt, höre ich auf – so auch gestern. Doch nicht nur sein Gesang, auch die Titelzeile „Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein“ faszinierte mich. So ein Lied in diesen Tagen – das könnte man als Provokation ansehen.

Wie gesagt, könnte man, doch muss man auch? Nein, ganz und gar nicht. Nun ist das mit dem Glück so eine Sache. Die einen meinen, dass sie permanent glücklich sind. Sie meinen wohl eher, dass sie immer so tun müssen, das ihrem Strahlemannimage schuldig sind. Die sind allerdings nach meinen Beobachtungen die absolute Minderheit. Die Mehrheit meint wohl eher, nie oder zumindest sehr selten glücklich zu sein. Das ist mit Verlaub genauso ein Unsinn.

Zumeist ist das sprichwörtliche Glas Wasser eben nie ganz voll, aber auch nie ganz leer – maximale Extremsituationen mal ausgenommen. Wichtig ist, wie man die Fülle des Glases für sich selber auslegt. Das ist etwas sehr individuelles, etwas was sich sehr schnell ändern kann. Ein krosses Frühstücksbrötchen kann etwas dazu beitragen, glücklich am Frühstückstisch zu sitzen. War es für einen Zahn zu kross, sitzt man nur wenig später alles andere als glücklich beim Zahnarzt. Wie heißt das? „Glück und Glas, wie leicht bricht das?“

Für mich ist Glück immer etwas sehr temporäres. So machte mich ein wunderschöner Regenbogen dank seiner so noch nie beobachteten Strahlkraft wirklich glücklich. Alles andere trat kurzfristig in den Hintergrund. Das änderte sich abrupt, als dann ein Regenguss mich durchweichte. Tropfnass zuhause angekommen, strahlte mich die Beste Frau der Welt an, weil es seit Wochen endlich mal wieder regnete. Sie dachte dabei nicht an mich, sondern an den Garten und all das, was da ständig durstig war.

Ich habe noch etwas beobachtet: Fragt man jemand nach den unglücklichen Momenten in seinem Leben, so sollte man eine Magnum-Weinflache öffnen und die langsam allein austrinken. Hat man das geschafft und etwas Glück – da ist es wieder – so hört der andere bald mit der Aufzählung auf. Hat man weniger Zeit oder keine Lust auf so viel Alkohol, öffnet man eine Flasche Pikkolo und fragt nach den glücklichen Momenten. Meist reichen die vier, fünf Schlucke aus. Wobei, meine Erfahrung sagt, dass Frauen da etwas länger brauchen als Männer.

Heißt das nun, dass wir alle eher unglückliche Menschen sind? Ich glaube das nicht. Ich glaube viel eher, dass man mit Unglücksgeschichten mehr Aufmerksamkeit erregen kann. Folglich merkt man sich die eher. Das ist wohl auch der Grund, warum so viele Menschen so viel über ihre Krankheiten erzählen, über ihre Genesungen aber kaum. Auch ein Kind kommt vor allem dann zur Mama, um sich nach einem Kratzer am Knie trösten zu lassen. Jemand an seinem ganz persönlichen Glücksmomenten teilhaben zu lassen – das ist uns irgendwie weniger gegeben.

Das heißt aber nun ganz und gar nicht, dass wir nicht immer wieder Glücksmomente erleben. Es bedeutet auch nicht, dass wir die nicht teilen können. Man hat nur „vergessen“ uns beizubringen, dass geteiltes Glück doppeltes Glück ist. Mitleid haben wir schnell, mit Mitfreude tun wir uns vielfach deutlich schwerer. Dabei muss man „nur“ in der Lage sein, dem anderen sein Glück aus vollem Herzen zu gönnen. Nur eines passt da nicht zusammen – Neid auf das Glück der Anderen. Da ist die Schadenfreude über das Unglück ein deutlich einfacheres Unterfangen.

Wer da über das Glück sang? Ach ja, das war Max Rabe, der das Lied zusammen mit Daniel Faust, Peter Plate und Ulf Leo Sommer textete.

Ich bin jeden Morgen glücklich, schon allein deshalb, weil ich die Besten Frau der Welt mit einem Kaffee aus dem Bett locken kann.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Pankratius, Imelda, Joana

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 12.05.2020

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