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Personalsuche: Auch KI kann irren

... und sogar Vorurteile haben



Vitesco, Hersteller von Elektroantrieben, setzt in immer mehr Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) ein – so auch bei der Auswahl von Bewerbern für offene Stellen. „Die KI prüft die Bewerbungen und sagt mir, welche Bewerber ich zu Interviews einladen soll“, erläutert Lina Eddissi, verantwortlich für die IT-Strategie bei Vitesco.

Die Künstliche Intelligenz schlage ihr sogar vor, wer am Ende eingestellt werden soll. Doch ganz allein darf der digitale Personalchef noch nicht entscheiden, wer letztlich für eine offene Stelle genommen wird. Das letzte Wort hat der Mensch. Denn auch künstliche Intelligenz kann irren – und sogar Vorurteile haben.

Vitesco, 2016 aus der Continental Powertrain hervorgegangen, geht beim Einsatz der KI damit weiter als manch andere Unternehmen. Viele Autohersteller und Zulieferer nutzen KI zur Fehlersuche in der Produktion, um die Lieferketten zu sichern oder Fehler in der Buchhaltung zu finden. Das wurde beim Automotive-IT-Kongress in Berlin klar, wo Unternehmen der Automobilbranche ihre KI-Strategie vorgestellt haben. Doch bei der Auswahl von Personal trauen sich nur die wenigsten an KI heran.

„Wir können damit den Recruiting-Prozess verkürzen“, sagt Lina Eddissi. „Wer eine neue Stelle sucht, will nicht monatelang warten, bis eine Antwort auf die Bewerbung bekommt, sondern möglichst schnell wechseln.“ Doch das letzte Wort bei der Kandidatenauswahl hat die KI auch bei Vitesco nicht – aus gutem Grund. Denn die IT-Expertin hat festgestellt, dass auch Computer Vorurteile haben – ganz ähnlich wie Menschen. „Doch anders als die KI können wir uns zurücknehmen und unsere Meinungen kritisch überprüfen“, sagt sie. Soweit ist die KI noch nicht. Selbstzweifel sind ihr fremd. Oft merke man, wer die KI programmiert habe: „Männer aus dem Silicon Valley.“

Welche Fehler KI bei der Kandidatensuche machen kann, zeigt der Fall Amazon: Der Online-Händler musste feststellen, dass bei einer Kandidatenauswahl über KI nur männliche Bewerber in die engere Wahl kamen. Denn die offene Stelle und ähnliche Positionen im Unternehmen waren stets von Männern besetzt. Die KI hat drauf geschlossen, das Frauen für die Position nicht infrage kämen. Dabei sind diverse Teams leistungsfähiger, wissen Personaler. Die KI muss solche Erfahrungen erst noch lernen.

Deshalb wird bei der Kandidatensuche die Auswahl des Computers kritisch hinterfragt. „Wir schauen uns das schon noch selbst an“, betont Lina Eddissi. Entscheidend sei, dass der Einstellungsprozess damit beschleunigt werden kann. Auch in anderen Bereichen haben Unternehmen festgestellt, dass KI die Unterstützung durch Menschen braucht. (aum/gr)

Foto: Autoren-Union Mobilität/Vitesco

 


Veröffentlicht am: 25.09.2023

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