Startseite  

30.08.2025

 

 

Like uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

 


 

Werbung


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Das Rosenjahr: von der Blüte bis zur Hagebutte

Mit ihren Früchten, den Hagebutten, erfreuen sie Menschen und Tiere auch über die Blütezeit hinaus



Es gibt Blumen im Garten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren großen Auftritt haben, und es gibt solche, die das ganze Jahr über Akzente setzen. Die Rose kann beides: Ihre Blüte ist immer wieder ein Highlight im Sommer, doch mit ihren Früchten glänzt sie auch im Spätsommer und Herbst und ihre dornigen, aber standfesten Zweige geben dem Garten im Winter Struktur. Kein Wunder also, dass sie in der Gartenkultur vieler Länder seit Jahrhunderten eine feste Größe ist: Sie steht nicht nur für Schönheit, sondern auch für Stärke und Wandel.

Mit dem Wechsel der Jahreszeiten


In Deutschland beginnt die Rosenzeit meist im Mai mit den frühen Rosen. Ihren Höhepunkt hat sie zur Hauptblüte im Juni und Juli, wenn der Frühsommer in voller Kraft steht. Öfterblühende Arten haben im August und September eine zweite Blüte. Für die meisten Menschen sind dies die Highlights im Rosenjahr. Doch es lohnt sich, auch die späteren Monate zu genießen. Unter günstigen Bedingungen zeigen manche Arten noch bis zum ersten Frost Knospen oder Blüten. Zudem schmücken sich vor allem Wildrosen, aber auch viele moderne Rosen im Herbst mit hübschen Früchten. Man kennt sie auch als Hagebutten, die Bezeichnung setzt sich wohl zusammen aus „Hag“ oder „Hage“, einem alten Wort für Hecke, und „Butte“ oder „Butze“ für einen Klumpen, aber auch das Kerngehäuse von Obst. Hagebutten sind rund bis länglich und unterschiedlich groß. Anfangs sind sie grün, später leuchten sie rot, bei manchen Arten auch in hellem Orange oder sogar fast Schwarz. Wer möchte, kann sie für Tees oder Marmelade ernten. Am besten lässt man sie aber als Futter für Vögel am Strauch hängen. Wer sich und die Tierwelt im Herbst mit den Hagebutten erfreuen möchte, muss der Pflanze ihren natürlichen Zyklus lassen. Dafür sollte man das Verblühte nicht abschneiden, denn nur aus bestäubten Blüten entwickeln sich die Früchte. Vollkommen dichtgefüllte Blüten fallen hier heraus: Bei ihnen sind alle Staubgefäße in Blätter umgewandelt, sie können sich nicht über Früchte vermehren.

Züchtungen und Trends

Rosen gehören schon sehr lange zu den beliebtesten Blumen – ob im Garten oder in der Vase. Entsprechend viele verschiedene Sorten gibt es heute. Die Pflanzenprofis der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ schätzen ihre Zahl auf über 30.000. Sie blühen in den verschiedensten Farben, einmal oder mehrfach im Jahr, an einzelnen, langen Stielen oder in üppigen Büscheln. Lange Zeit waren vor allem die opulenten gefüllt blühenden Arten besonders gefragt, heute gewinnen auch die naturhaften ungefüllten Blüten an Bedeutung, denn sie bieten Pollen und Nektar für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Zudem bilden sie die bereits erwähnten Hagebutten. Rosen sind so nicht nur für den Garten-Fan, sondern auch für die Umwelt eine Bereicherung.

Beim Kauf für den eigenen Garten sollte man auch auf das ADR-Siegel achten. Die Abkürzung steht für Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung: Neue Rosen werden hierfür über mehrere Jahre auf Blattgesundheit, Widerstandsfähigkeit, Wuchs und Aussehen hin geprüft. So kann man auf intensive Pflegemaßnahmen oder gar insektenschädliche Pflanzenschutzmittel verzichten. Wie groß und gefragt die Rose als Gartenpflanze ist, erkennt man auch an einer weiteren Auszeichnung. Alle drei Jahre wählt die World Federation of Rose Societies (WFRS) eine Weltrose. 2025 überzeugte mit „Gertrude Jekyll“ eine Englische Rose von David Austin die Jury: Sie vereint demnach eine klassische Blütenform, intensiven Duft und Gesundheit.

Viele Wuchsformen und bekannte Arten

Aus den zahlreichen Züchtungen kann man für fast jeden Garten die richtige Rose finden. Neben Gesundheit und Blüte ist dabei vor allem die Wuchsform entscheidend. Profis teilen die verschiedenen Arten grob in vier Klassen ein. Dabei ist die Unterscheidung fließend: Manche Strauchrose wächst zum Beispiel auch kletternd, wenn man sie lässt.

Beetrosen bleiben kompakt, sie wachsen eher kugelig bis zu einem halben Meter hoch. Die Blüten erscheinen büschelweise und meist mehrfach über den Sommer. Bekannte Sorten, die Hagebutten bilden, sind zum Beispiel die hitzefeste, rosa blühende „Bonica '82“ oder die weiße „Aspirin“, die auch Halbschatten toleriert.

Edelrosen tragen einzelne imposante Blüten an langen Stielen. Für den Vasenschnitt sind sie daher perfekt, im Beet können sie allerdings etwas staksig wirken. Man sollte sie in Gruppen setzen, mit mittelhohen Begleitpflanzen drumherum, die ihre langen Zweige umspielen. Durch die stark gefüllten Blüten und die Wuchsform mit Einzelblüten zeichnen sich Edelrosen eher nicht als Hagebutten-Rosen aus.

Strauchrosen haben eine größere Bandbreite: Park- und Wildrosen eignen sich mit einer Höhe bis über zwei Metern sogar für Hecken. Sie blühen meist einmal, aber dafür um so kräftiger, und tragen im Herbst zahlreiche Hagebutten. Moderne Züchtungen bleiben kleiner, auch die bekannten Englischen Rosen gehören hierzu. Sie zeigen den ganzen Sommer über ihre oft dicht gefüllten und duftenden Blüten. Bekannte Vertreterinnen, die schöne Hagebutten tragen, sind die orange „Westerland“ oder die intensiv rote, kompakt wachsende Englische Rose „L.D. Braithwaite“. Kleinstrauchrosen bleiben, wie der Name schon andeutet, eher bodennah. Sie wachsen mit langen, oft flach liegenden Trieben. Da sie sehr robust und pflegeleicht sind, werden sie gerne in Parks oder als Straßenbegleitgrün eingesetzt. Hier kennt man die rosa „Apfelblüte“ oder die besonders robuste „Heidetraum“, die Weltrose 2022.

Zum Begrünen von Wänden, Spalieren oder Bäumen eignen sich die öfterblühenden Kletterrosen – oft wie im Englischen „Climber“ genannt – oder die noch stärker wachsenden, einmalblühenden Rankrosen („Rambler“). Die weiße „Bobby James“ oder die rosa „Raubritter“ zählen zu diesen wuchsfreudigen Rambler-Rosen, für die man einen entsprechenden Platzbedarf einplanen muss. Die gefüllt blühende, rosa „Jasmina“ oder die hellrosa „New Dawn“ sind romantisch wirkende Climber.

Als Sonderfall einer Gruppe könnte man noch die Stammrosen nennen. Hier werden Edel-, Beet- oder Strauchrosen auf einen gerade gewachsenen Wildrosenstamm aufgesetzt. Es handelt sich also um künstlich zusammengesetzte Pflanzen, die den Rosengenuss auf eine höhere Ebene bringen.

Sonnenhungrig und am richtigen Platz ziemlich pflegeleicht

Rosen hatten lange einen Ruf als Diven, die jede Menge Pflege benötigen. Doch gerade die heutigen Sorten sind viel unkomplizierter, denn schon bei der Züchtung achtet man darauf, dass sie Blattkrankheiten gut widerstehen. Was aber dennoch alle Rosen benötigen, ist ein helles Plätzchen. Mindestens fünf Stunden Sonne pro Tag sollten es schon sein. Je mehr, desto üppiger fällt meist die Blüte aus. Darüber hinaus bevorzugen sie einen tiefgründigen, lockeren und humosen Boden. Schwere Lehmböden sollten mit etwas Sand aufgelockert, reine Sandböden mit Lehm oder Humus angereichert werden, damit sie Wasser und Nährstoffe besser halten. Für ihre üppigen Blüten brauchen Rosen regelmäßig Dünger, sie sind Starkzehrer. Am besten düngt man sie mit einem organischen oder mineralischen Rosendünger im Frühjahr zum Austrieb und im Sommer nach der Hauptblüte. Dank ihrer tiefen Wurzeln gelangen bestehende Rosen gut an Wasser und überstehen kürzere Trockenphasen ohne Probleme. Lediglich bei länger andauernden Zeiten ohne Regen und bei neu gesetzten Rosen sollte man gießen: immer mal wieder viel und durchdringend statt ständig nur ein bisschen. Die beste Pflanzzeit für neue Rosen ist übrigens im Herbst, dann können sie sich über den Winter gut einwurzeln. Und: Auch im Topf können Rosen gut gedeihen. Voraussetzung dafür ist, dass man eher kleiner bleibende Exemplare wählt und ihnen genug Platz im Topf gibt, vor allem in die Tiefe.

Keine Angst vor dem Rosenschnitt

Der Schnitt ist das Thema bei der Rosenpflege, das vielen Menschen immer wieder wie eine Geheimwissenschaft vorkommt. Am Ende ist es aber eigentlich nicht so kompliziert – und wenn man sich doch verschneidet, macht man es im nächsten Jahr einfach wieder anders. Der richtige Zeitpunkt ist jedenfalls im Frühjahr, wenn die jungen Triebe schon zu sehen sind, aber am besten noch nicht länger als etwa einen Zentimeter messen. Dann sollte man zur Schere greifen und generell alles, was abgestorben oder vertrocknet aussieht, bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Beet- und Edelrosen schneidet man darüber hinaus auf circa fünf Triebe etwa eine Handbreit über dem Boden zurück. Strauchrosen kann man um etwa ein Drittel zurückschneiden, um ihre Wuchsform schön kompakt zu halten. Kletterrosen sollte man gelegentlich vorsichtig auslichten. Da sie die meisten Blüten an den frischen Seitentrieben entwickeln, lohnt es sich, diese zu kürzen und längere Zweige waagerecht anzubinden, um die Bildung neuer Triebe zu fördern. Einmalblühende Rosen sollte man generell nur vorsichtig auslichten. Um bei mehrfach blühenden Sorten die Nachblüte zu fördern, schneidet man Verblühtes ab – für Hagebutten sollte man aber einfach mal ein paar Blüten stehen lassen.

Der Star in der Vase

Rosen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Schnittblumen. Sie halten lange und blühen meist gut auf. Die Tipps der Blumenprofis von „Blumen – 1000 gute Gründe“ dazu sind einfach: Rosen brauchen regelmäßig neues, sauberes Wasser und alle zwei bis drei Tage einen neuen Anschnitt. Am besten schneidet man sie mit einem sauberen Messer oder einer Schere schräg an und stellt sie danach sofort ins Wasser, damit die Leitungsbahnen im Stiel gar nicht erst Luft ziehen können. Die Blumen-Frischhaltemittel aus dem Handel können die Haltbarkeit verlängern, die meisten Hausmittel schaden dagegen meist eher. Auch Hagebutten-Zweige sind tolle Hingucker in der Vase. Sie bringen ganz leicht herbstliche Stimmung in ein Arrangement.
Warum also nicht in diesem Jahr einfach mal ein paar Blüten ausreifen lassen? Oder Hagebutten-geschmückte Zweige für die Vase kaufen? Die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ zeigt auf ihrer Webseite www.1000gutegruende.de und in den Sozialen Medien jede Menge Ideen für eine jahreszeitliche Dekoration im Garten und im Haus.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 29.08.2025

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 


Werbung

 


Werbung - für eine gute Sache

 
         
     
     
     

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 
Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 
Rechtliches
© 2007 - 2025 by genussmaenner.de. Alle Rechte vorbehalten.