
Was im Profifußball längst zum Aufwärmprogramm gehört, fehlt auf vielen Amateurplätzen noch immer: gezieltes Training für Mobilität, Elastizität, Kraft und Bewegungskontrolle. Mit Blick auf die bevorstehende Fußball-WM weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) darauf hin, dass sich viele Kreuzband- und Meniskusverletzungen durch gezieltes Training vermeiden lassen.
Sie empfiehlt das kostenfreie Präventionsprogramm STOP-X, das jetzt in überarbeiteter Form online verfügbar ist. STOP-X bietet passende Trainingsroutinen, um Knieverletzungen vorzubeugen – sowohl im regelmäßigen Training als auch beim Aufwärmen vor dem Spiel. „Viele schwere Knieverletzungen im Fußball passieren nicht durch Fouls, sondern durch abruptes Abstoppen, Landungen nach Sprüngen oder schnelle Richtungswechsel und genau diese Situationen lassen sich trainieren“, sagt man bei der DGOU. Passend zur Fußball-WM hat man das Dossier „Gesund am Ball: Fußball-Spezial“ zusammengestellt.
Nach Angaben der DGOU-Sektion Deutsche Kniegesellschaft (DKG) entstehen rund drei Viertel aller Kreuzbandrisse im Fußball ohne direkten Gegnerkontakt. „Ein Kreuzbandriss kann jede Fußballerin und jeden Fußballer treffen. Frauen haben ein deutlich höheres Risiko für einen Kreuzbandriss als Männer“, sagt man.
STOP-X wurde von Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern der DKG entwickelt. Der Name des Programmes bezieht sich auf einen Risikofaktor bei Knieverletzungen, nämlich die valgische Stellung der unteren Extremität. Diese entsteht im Fußball häufig, wenn das Knie bei schnellen Richtungswechseln, abruptem Abbremsen oder nach einem Sprung nach innen einknickt und dabei eine X-Bein-Stellung entsteht.
„Dadurch steigt insbesondere das Risiko für Kreuzband-, Meniskus- und Innenbandverletzungen. Die Übungen aus dem STOP-X-Programm sollen vor allem verhindern, dass das Knie bei schnellen Fußballbewegungen in eine gefährliche X-Stellung gerät und dabei Kreuzband oder Meniskus verletzt werden“, sagt man bei der DKG.
Das STOP-X-Programm wurde speziell für Sportarten mit einem erhöhten Risiko für Knieverletzungen entwickelt, darunter insbesondere Fußball. Die Übungen werden zu unterschiedlichen Trainingsmodulen kombiniert und können entweder als 15- bis 20-minütiges Aufwärmprogramm in das Mannschaftstraining integriert oder als individuelles Heimtraining durchgeführt werden.
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Die aktuellen Gesundheitsnachrichten mit Michael Weyland
Thema heute: Spezielles Aufwärmtraining soll Fußballer vor Knieverletzungen schützen
Veröffentlicht am: 12.06.2026
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