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Die aktuellen Gesundheitsnachrichten mit Michael Weyland

Thema heute: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand - Warum modernes Arbeiten erschöpfen kann – KKH-Expertin: Klare Regeln im Job essenziell



Berufstätige sind im vergangenen Jahr so häufig wie noch nie wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen im Job ausgefallen: Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse kamen 2025 aufgrund dieser Diagnose knapp 119 Krankentage auf 100 Versicherte. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 fehlten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund 112 Tage wegen derartiger Belastungen, die häufig durch Dauerstress und anhaltenden mentalen Druck entstehen.

Zu Beginn der KKH-Analyse 2017 waren es noch rund 66 Tage. Im Vergleich zu 2025 bedeutet das einen Anstieg um fast 80 Prozent. Und nicht nur das: Akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen können die Vorstufe einer Depression sein. 2025 waren sie die häufigste psychische Diagnose bei Berufstätigen und der dritthäufigste Krankschreibungsgrund überhaupt – gleich hinter Infektionen der oberen Atemwege und Rückenschmerzen.

Doch was ist es, was Berufstätige mental immer stärker zu belasten scheint? Neben privaten sowie gängigen beruflichen Stressoren wie etwa einem zu hohen Arbeitspensum und ständigen Überstunden, einem geringen Gehalt und Existenzängsten oder Konflikten mit Kollegen und Vorgesetzten misst KKH-Ärztin Aileen Könitz der modernen Arbeitsweise mit Laptop und Smartphone ebenfalls eine Rolle zu.

Damit einher geht die Frage: Bedeuten mobiles Arbeiten und zeitliche Flexibilität wirklich Freiheit oder Druck durch permanente Selbstorganisation und Verantwortung ohne klare Grenzen? Die KKH-Expertin bezeichnet es gern als den unsichtbaren Stress der Unklarheit. Moderne Arbeit kann erschöpfen, obwohl sie flexibler geworden ist..

,Fragmentiertes‘ Arbeiten – Top oder Flop?

Die Mittagspause für den Hausputz oder das Fitnessstudio verlängern, nachmittags die Kinder zum Sport begleiten und dafür abends nochmal für ein paar Stunden den Laptop aufklappen – in vielen Fällen trägt diese Flexibilität zu einer besseren Work-Life-Balance bei. Diese sogenannte Arbeitszeitfragmentierung, sprich das Aufbrechen des Arbeitstages in mehrere kurze Phasen, kann aber auch zu einem stärkeren Zeit- und Leistungsdruck führen.

Den kompletten Beitrag können Sie auch nachhören oder downloaden.

 


Veröffentlicht am: 07.08.2026

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