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Amundi German Masters powered by VcG 2026 - Tag 3

Försterling übernimmt die Führung – drei Deutsche unter den engsten Verfolgerinnen



Die bislang letzte deutsche Siegerin des Amundi German Masters powered by VcG könnte auch die nächste sein: Alexandra Försterling, Siegerin 2024 am Seddiner See bei Berlin, glänzte in Runde drei des einzigen Events der Ladies European Tour (LET) in Deutschland mit der tagesbesten Runde von 69 Schlägen (-4), die sie auf insgesamt zehn unter Par brachte. 


Die 26-Jährige erspielte sich damit vor der Finalrunde am Sonntag einen Vorsprung von zwei Schlägen auf Sara Kouskova (Tschechien) und Chiara Noja (Deutschland) bei acht unter Par. Auf dem geteilten vierten Rang bei sechs unter Par lauern Leonie Harm (Deutschland) und Anna Huang (Kanada). Esther Henseleit erlebte einen unglücklichen Tag und fiel mit ihrer 77 von der Spitze zurück auf den geteilten sechsten Platz (-5).

Bei wechselnden Bedingungen zwischen Sonne, Wind, Hagel und Platzregen begeisterte am Moving Day vor allem Försterling die Fans auf den Naturtribünen des Nord Course der Green Eagle Golf Courses. Nach verletzungsgeplagtem Jahr 2025 zeigte sie in dieser Saison wieder die Form, mit der sie 2023 und 2024 vier LET-Titel feiern konnte. 

„Ich bin wirklich glücklich. Ich glaube, ich spiele im Moment sehr solides Golf und bin insgesamt einfach sehr zufrieden mit meiner Leistung“, sagte Försterling. „Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass es gerade so gut läuft und ich so konstant spiele. Ich werde einfach versuchen, genauso weiterzumachen, mich nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen und Spaß zu haben.“ 

Das gelang ihr an diesem Samstag besonders zwischen Loch 12 und 15 besonders gut. Mit vier Birdies in Folge stürmte sie dort an den Konkurrentinnen vorbei. „Ehrlich gesagt, habe ich während der Runde gar nicht realisiert, dass es vier hintereinander waren. Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu finden und mein Spiel durchzuziehen – und das hat sehr gut funktioniert.“ Und das bei zeitweise äußerst widrigen Bedingungen, die laut Försterling „definitiv nicht einfach“ waren. „Irgendwann fing es sogar an zu hageln, damit hatte ich nicht gerechnet.“

Starkes deutsches Ergebnis

Nicht unbedingt zu erwarten waren auch die guten Ergebnisse der deutschen Top-Golferinnen in dieser Woche. Hinter Försterling reihen sich bis zum geteilten sechsten Platz vier Heimspielerinnen ein. „Es ist schön zu sehen, dass so viele deutsche Spielerinnen hier so gut spielen“, sagte Spitzenreiterin Försterling, die den Blick schon Richtung Titel richtet. „Es würde mir natürlich sehr viel bedeuten, morgen ganz vorne zu landen – gerade nach der etwas schwierigeren Phase im letzten Jahr mit mentalen Themen und auch kleineren Verletzungen. Das war nicht einfach. Umso schöner ist es jetzt, wieder in dieser Position zu sein.“

Ebenfalls aus einer Verletzungspause kämpft sich Chiara Noja in Winsen (Luhe) bei Hamburg zurück. Die 20-Jährige, die schon als 16-Jährige mit einem LET-Titel für Furore sorgte, zeigt bei ihrer Rückkehr auf die Tour sehr starkes Golf und liegt vor der Finalrunde zwei Schläge hinter Försterling mehr als aussichtsreich. „Nach der langen Pause bin ich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen stolz auf mich“, sagte Noja. „Ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, in dieser Position zu sein, deshalb bin ich positiv überrascht. Wenn es Richtung Schlussflight geht, wird das natürlich eine besondere Atmosphäre. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es kommen viele Zuschauer – das macht es für uns alle noch schöner.“

Teenagerin glänzt mit 69er Runde

Die mit Försterling beste Runde des Tages bei diesen kniffligen Bedingungen gelang der erst 17-jährigen Anna Huang. Die Kanadierin brillierte mit einer 69 (-4). Die Teenagerin aus Vancouver hat somit nun ebenfalls noch Chancen auf den Titel am Sonntag – es wäre bereits ihr dritter nach zwei Erfolgen in der vergangenen Saison. Neben der Vorfreude auf das Finale zeigte sich Huang auch vom Austragungsort beeindruckt. „Mir gefällt es hier in Deutschland wirklich gut. Das Essen ist großartig, besonders Döner, das ist mein Favorit. Die Gastfreundschaft ist fantastisch und es ist toll, so viele Fans, besonders Kinder, zu sehen.“

Die weiteren deutschen Spielerinnen starten von Position 20 (Helen Briem, -1), 26 (Celina Sattelkau, Par), 34 (Verena Gimmy, +1), 43 (Sophie Witt, +3) und 63 (Sophie Hausmann, +10) auf die Finalrunde am Sonntag.

Stimmen

Alexandra Försterling (70, 70, 69; -10): „Ich bin wirklich glücklich. Ich glaube, ich spiele im Moment sehr solides Golf und bin insgesamt einfach sehr zufrieden mit meiner Leistung. Auf den hinteren neun Löchern gelang es mir, den Ball näher an die Fahne zu schlagen, und plötzlich fielen die Putts. Ich glaube, das Birdie auf der 14 war besonders wichtig. Danach habe ich den Schwung einfach mitgenommen. Die Bedingungen waren definitiv nicht einfach. Irgendwann fing es sogar an zu hageln, damit hatte ich nicht gerechnet. Das Spiel musste kurz unterbrochen werden, aber ich glaube, wir haben das alle gut gemeistert und die Runde trotz der Unterbrechung zu Ende gespielt.“

„Ich glaube, der Schlüssel in dieser Saison war Beständigkeit. Ich mache nicht viele Fehler, mein langes Spiel ist sehr stabil und mein Putter funktioniert zeitweise gut. Insgesamt war es bisher eine sehr beständige Saison, und damit bin ich wirklich zufrieden. Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass es gerade so gut läuft und ich so konstant spiele. Ich werde einfach versuchen, genauso weiterzumachen, mich nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen und Spaß zu haben.“

„Es ist schön zu sehen, dass so viele deutsche Spielerinnen hier so gut spielen. Anscheinend liegen uns die Platzverhältnisse oder die Bedingungen – vielleicht sind wir einfach an das kältere Wetter gewöhnt. Auf jeden Fall ist es toll, dass so viele Deutsche vorne mit dabei sind.“

„Ich bin natürlich extrem glücklich über die vier Birdies in Folge. Ehrlich gesagt habe ich während der Runde gar nicht realisiert, dass es vier hintereinander waren. Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu finden und mein Spiel durchzuziehen – und das hat sehr gut funktioniert.“

„Es würde mir natürlich sehr viel bedeuten, morgen ganz vorne zu landen – gerade nach der etwas schwierigeren Phase im letzten Jahr mit mentalen Themen und auch kleineren Verletzungen. Das war nicht einfach. Umso schöner ist es jetzt, wieder in dieser Position zu sein. Ich versuche einfach, mein Spiel weiterzuspielen, mich nicht verrückt zu machen und die Situation zu genießen.“

 
Chiara Noja (70, 70, 71; -8): „Nach der langen Pause bin ich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen stolz auf mich. Optisch wirkt der Platz teilweise schwieriger, als er ist. Aber genau deshalb ist es entscheidend, seinem Prozess zu vertrauen und sich konsequent zu verpflichten. Das ist mir in den letzten Tagen gut gelungen und das möchte ich morgen genauso machen. Ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, in dieser Position zu sein, deshalb bin ich positiv überrascht. Wenn es Richtung Schlussflight geht, wird das natürlich eine besondere Atmosphäre. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es kommen viele Zuschauer – das macht es für uns alle noch schöner.“

„Ich bewerte mein Spiel nicht in Prozenten. Ich versuche, jeden Schlag für sich zu betrachten und das Beste daraus zu machen. Natürlich waren auch heute ein paar nicht perfekte Schläge dabei, aber das gehört im Golf einfach dazu. Perfekte Runden gibt es nicht, entscheidend ist, das Beste aus dem zu machen, was man hat.“

 
Sara Kouskova (72, 66, 73; -8): „Nachdem mein Putten gestern schon außergewöhnlich gut war, habe ich heute auch wieder richtig gut gespielt. Solide vom Tee bis zum Grün. Nur heute fielen die Putts einfach nicht. Ich fühle mich wohl hier, das europäische Gras und die Bedingungen in dieser Woche sind ziemlich genau das, womit ich zuhause aufgewachsen bin. Das hilft natürlich. Ich bin in einer guten Position für die Finalrunde und werde versuchen, genauso zu spielen wie heute, nur sollten mehr Putts fallen, wenn ich eine Chance haben möchte.“
 
Leonie Harm (65, 75, 73; -6): „Meine Golfschläge hatten heute wieder etwas mit der Mitte der Schlagfläche zu tun. Es war schwierig – die Fahnenpositionen, der Wind, die Länge des Platzes, die Bedingungen. Ich bin sehr glücklich mit meiner Par-Runde, ich habe mein Ergebnis sehr gut zusammengehalten und ein paar sehr gute Putts gelocht, einen sogar aus dem Rough. Es gab definitiv sehr gute Momente. Ich kann mir heute nicht viel vorwerfen und freue mich auf das Finale.”
 
Anna Huang (72, 72, 69; -6): „Ich bin mit zwei Birdies gut gestartet, hatte dann aber in der Mitte der Runde einige Schwierigkeiten. Aber ich habe mich wieder gefangen, vor allem auf den letzten vier Löchern. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wie mir vier Birdies hintereinander gelungen sind. Auf der 17 hat es sogar angefangen zu hageln. Ich hatte noch etwa 136 Yards vor mir, habe den Ball auf rund 30 Fuß geschlagen und den Putt eingelocht. Ich bin sehr zufrieden damit, wie alles gelaufen ist. Ich finde, dieser Platz ist immer anspruchsvoll, besonders bei diesem Wetter. Er spielt sich sehr lang und die Grüns sind ziemlich knifflig. Insgesamt ist es einfach ein anspruchsvoller Golfplatz. Ehrlich gesagt, scheint es mir hier besser zu gelingen, wenn das Wetter schlechter ist – letztes Jahr habe ich in der Finalrunde ebenfalls vier unter Par gespielt. Vielleicht ist das mein kleines Geheimnis.“

„Die Qualifikation für die US Open letzte Woche hat mir definitiv viel Selbstvertrauen gegeben. Aber ich versuche, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren und nicht zu viel über die Vergangenheit oder die Zukunft nachzudenken. Ich nehme jeden Tag, wie er kommt.“

„Mir gefällt es hier in Deutschland wirklich gut. Das Essen ist großartig, besonders Döner, das ist mein Favorit. Auch das Essen auf dem Platz ist wirklich gut und gesund für uns Spieler. Die Gastfreundschaft ist fantastisch und es ist toll, so viele Fans, besonders Kinder, zu sehen. Es ist wirklich schön zu sehen, dass die nächste Generation von Golfern kommt, um uns spielen zu sehen.“


Foto: © Amundi German Masters

 


Veröffentlicht am: 17.05.2026

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