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Viele Menschen sprechen nie mit Ärzt:innen über ihr Gewicht

... zeigt eine Umfrage von FIT fürs LEBEN



Viele Menschen wünschen sich Unterstützung beim Abnehmen, zögern aber, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine aktuelle Umfrage von FIT fürs LEBEN unter 409 erwachsenen Teilnehmenden zeigt, dass Scham, Angst vor Verurteilung und Sorgen über Nebenwirkungen von Abnehmmedikamenten zentrale Hürden auf dem Weg zu medizinischer Unterstützung sind.


Die Ergebnisse zeigen zudem, dass viele Befragte grundsätzlich offen für Hilfe sind, dabei aber großen Wert auf Sicherheit, Aufklärung und einen respektvollen Umgang legen.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sind online abrufbar.

Viele Menschen meiden das Gespräch mit Ärzt:innen


Die Umfrage zeigt eine deutliche Zurückhaltung im Austausch mit medizinischem Fachpersonal. 46,2 Prozent aller Befragten haben noch nie mit einer Ärztin oder einem Arzt über das eigene Gewicht gesprochen.

Auch unter den Befragten mit Übergewicht hat ein großer Teil nie ärztlichen Rat zum eigenen Gewicht gesucht: In dieser Gruppe sind es 39,4 Prozent.

Gleichzeitig sind 80,1 Prozent der Ansicht, dass Menschen mit Übergewicht in der Gesellschaft häufig diskriminiert werden. 38,0 Prozent berichten zudem, dass Beschwerden von Menschen mit Übergewicht von medizinischem Personal teilweise weniger ernst genommen werden.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Menschen sich Unterstützung wünschen, den ersten Schritt aber aus Unsicherheit, Scham oder Angst vor Verurteilung nicht gehen.

Große Verunsicherung bei Abnehmmedikamenten

Auch beim Thema medikamentöse Unterstützung zeigt sich eine ausgeprägte Unsicherheit. 79,2 Prozent der Befragten geben an, sich über mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten zur Gewichtsreduktion Sorgen zu machen.

71,3 Prozent würden solche Medikamente nur unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Zudem sehen 78,7 Prozent eine medikamentöse Behandlung eher als letzten Schritt, wenn Änderungen des Lebensstils allein nicht ausreichen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass viele Menschen keine schnelle Lösung suchen, sondern eine fundierte und begleitete Entscheidung bevorzugen.

Wunsch nach niedrigschwelliger, nicht verurteilender Unterstützung


Gleichzeitig zeigt die Umfrage eine klare Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, sofern der Zugang niedrigschwellig gestaltet ist. 51,2 Prozent der Befragten würden eine kostenlose und unverbindliche Beratung mit einer Fachperson wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in Anspruch nehmen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Angebote ohne Verurteilung und mit Raum für offene Fragen einen wichtigen Beitrag leisten können, bestehende Versorgungslücken zu schließen.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 01.06.2026

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