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Hilfe bei Chronischem Handekzem

Wenn Haut und Seele schmerzen, sollte zeitig medizinischer Rat gesucht werden



(djd). Die Hände jucken und brennen, die Haut ist schuppig, rissig, gerötet oder von Bläschen übersät: Handekzeme zählen zu häufigen entzündlichen Hauterkrankungen. Jedes Jahr sind neun Prozent der Erwachsenen davon betroffen. 

Auslöser ist oft der häufige Kontakt mit Wasser, Reizstoffen und Allergenen, zum Beispiel bei Tätigkeiten im Gesundheitswesen, im Friseurhandwerk, in der Reinigungsbranche und vielen gewerblichen Berufen. Aber auch hautreizende Tätigkeiten in Alltag und Freizeit, Stress, Allergien oder Neurodermitis können eine Rolle spielen. 

Die Seele leidet mit

Besonders belastend ist es, wenn die Erkrankung chronisch wird. Beim Chronischen Handekzem (CHE) halten die Beschwerden länger als drei Monate an oder treten mindestens zweimal im Jahr auf. Nicht nur der Körper, sondern auch die Seele leidet: Neun von zehn Betroffenen berichten, dass sie sich wegen ihrer sichtbar geschädigten Haut schämen oder unsicher fühlen. Schon ein einfacher Händedruck kann Überwindung kosten. Dabei ist das Chronische Handekzem mit modernen Therapien gut behandelbar. Voraussetzung dafür ist ein Besuch beim Hautarzt. „Viele kommen erst, wenn das Handekzem weit fortgeschritten oder chronisch ist – dabei ist der Besuch in einer hautärztlichen Sprechstunde entscheidend für eine verlässliche Diagnose und wirksame Behandlung“, betont Marco Ernst, Dermatologe am Johannes Wesling Klinikum Minden. Er wünscht sich deshalb mehr Aufmerksamkeit für die Erkrankung und eine bessere Aufklärung. Unterstützung kann dabei das Online-Portal www.chronischeshandekzem.de leisten. Es bietet Informationen für Betroffene, Alltagstipps, Zugang zu einem dermatologischen Online-Check sowie Orientierungshilfen für den Dialog mit dem behandelnden Arzt. 

Vielfältige Behandlungsmöglichkeiten


Basis der Behandlung des Chronischen Handekzems sind regelmäßige Hautpflege, geeignete Hautschutzmaßnahmen sowie das Vermeiden oder Reduzieren von Auslösern. In der weiteren Therapie sind kortisonhaltige Cremes und Salben oft die erste Wahl. Wenn diese bei mittelschwerem bis schwerem Chronischem Handekzem nicht zum Behandlungserfolg führen oder zum Beispiel aufgrund von Nebenwirkungen nicht infrage kommen, stehen innovative kortisonfreie Therapien zur Verfügung.

Foto: djd/LEO Pharma/eyepark - stock.adobe.com

 


Veröffentlicht am: 02.08.2026

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