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Millionen Jahre alte Kopffüßer

... präsentiert auf der Mineralien Hamburg vom 7. bis 9. Dezember

Vor hunderten von Millionen Jahren bevölkerten sie die urzeitlichen Ozeane unseres Planeten, heute zählen die noch lebenden Arten wie der Riesenkalmar zu den eindrucksvollsten und geheimnisvollsten Kreaturen unserer Unterwasserwelt: Die Rede ist von Kopffüßern.

Eine Sonderschau auf der Mineralien Hamburg widmet sich diesen faszinierenden Weichtieren. Die mit rund 400 Ausstellern aus dem In- und Ausland größte Schmuckmesse Nordeuropas öffnet vom 7. bis 9. Dezember auf dem Hamburger Messegelände ihre Tore.

Die Sonderschau „Kopffüßer. Von Geradhörnern, Ammoniten und Donnerkeilen“ zeigt mehr als 200 Exponate, die aus allen Teilen der Welt stammen. Präsentiert wird sie von der Geologisch-Paläontologischen Arbeitsgemeinschaft Kiel um ihren Vorsitzenden Dr. Frank Rudolph und dem Urzeithof Stolpe, von dem die Schaustücke kommen. „Wir möchten auf der Mineralien Hamburg vor allem die große Vielfalt der Kopffüßer vorstellen“, erläutert Dr. Frank Rudolph. So werden Exemplare aus Nordamerika, Sibirien, Spitzbergen, Timor und Marokko zu sehen sein. Einige Stücke stammen auch aus Süddeutschland und vom Ostseestrand.

Vom Außengehäuse zur Innenschale

Experten gehen davon aus, dass sich zu Hochzeiten bis zu 40.000 verschiedene Kopffüßer-Arten auf der Erde tummelten. Heute sind noch rund 1.000 Arten bekannt, die in den Weltmeeren leben. Dementsprechend spannt die Sonderschau zeitlich einen weiten Bogen von den ausgestorbenen Arten wie den Ammoniten und Nautiloiden bis hin zu heute noch lebenden wie den Sepien. Während die ursprünglichen Arten ein kalkiges, gerolltes Außengehäuse hatten, zählen die Sepien, die auch unter dem Namen Echte Tintenfische bekannt sind, wie die meisten der noch lebenden Arten zu den innenschaligen Kopffüßern. Das heißt, ihre Hartteile liegen im Inneren ihres Körpers und bilden die so genannte Sepiaschale.

„Zu den ältesten Exponaten der Sonderschau gehören die 480 Millionen Jahre alten Vorfahren unserer heutigen Tintenfische mit ihren langgestreckten Gehäusen“, verrät Dr. Frank Rudolph. „Diese Geradhörner standen senkrecht im Wasser. Sie konnten eine Länge von bis zu drei Metern erreichen und sind heute ausgestorben.“ Die Blicke der Besucher auf sich ziehen dürften auch die bizarr anmutenden, teilweise entrollten Schalen der heteromorphen Ammoniten sowie Donnerkeile mit einer Länge von über 40 Zentimetern.

Donnerkeile als Schutz vor Blitzen

„Als Donnerkeile werden die Gehäuseenden der ebenfalls ausgestorbenen Belemniten bezeichnet. Das ist eine Großgruppe der Kopffüßer, die bis zum Ende der Kreidezeit vor rund 65 Millionen Jahren lebte“, erklärt Dr. Frank Rudolph. Den versteinerten Fossilien sprach der Volksglaube im Mittelalter eine heilende Wirkung etwa gegen Hexenschuss und sogar magische Kräfte zu. Gerieben und geraspelt wurden sie als Medikament verwendet. Auch sollten Menschen, die einen Donnerkeil bei sich trugen, vor Blitzschlag geschützt sein, ebenso Gebäude, in denen Donnerkeile verbaut sind.

Dass die Sonderschau der Mineralien Hamburg mit so vielen Exponaten überhaupt zustande gekommen ist, liegt daran, dass der Urzeithof gerade von Fehrenbötel nach Stolpe umzieht. „Aus diesem Grund mussten sowieso alle Stücke verpackt und auf die Reise geschickt werden. Da hat sich ein Abstecher nach Hamburg zur Mineralienmesse einfach angeboten und wir freuen uns sehr, die faszinierenden Exponate einem großen Publikum präsentieren zu können“, sagt Dr. Frank Rudolph.

Die Mineralien Hamburg

Die Mineralien Hamburg vom 7. bis 9. Dezember ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Familienkarte und die Dreitages-Dauerkarte kosten jeweils 18 Euro, Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Täglich ab 15 Uhr gibt es das Last-Minute-Ticket für 5 Euro.

Foto: Lituites Ordovizium Öland Slg Müller

 


Veröffentlicht am: 02.11.2018

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