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Fresh Veggies Day

Brokkoli und Blumenkohl zeigen, wie vielseitig heimisches Gemüse sein kann



Ob als knackige Beilage, aus dem Ofen, als Suppe oder moderne Bowl-Zutat: Blumenkohl und Brokkoli gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands. 

Zum Fresh Veggies Day am 16. Juni rücken die beiden Kohlgemüse besonders in den Mittelpunkt – und zeigen, warum frisches Gemüse aus heimischem Anbau heute wichtiger ist denn je. Denn hinter jedem Blumenkohl und jedem Brokkoli steckt weit mehr als nur Gemüse. Sie stehen für regionale Landwirtschaft, kurze Transportwege, hohe Qualitätsstandards und die tägliche Arbeit heimischer Gemüseerzeuger.

Zwei Verwandte – viele Unterschiede

Obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören, könnten sie auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken.

Blumenkohl überzeugt mit seinem milden Aroma und seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit. Was früher vor allem als klassische Gemüsebeilage serviert wurde, erlebt heute eine regelrechte Renaissance. Blumenkohl wird zu Pizza- und Fladenböden verarbeitet, dient als Reisalternative, kommt in Currys, Bowls oder sogar als vegetarische Alternative in Bolognese-Gerichten zum Einsatz. Bereits seit Jahren spielt er zudem in der arabischen und asiatischen Küche eine wichtige Rolle.

Brokkoli dagegen punktet mit seinem etwas würzigeren Geschmack und gilt als echter Verwandlungskünstler. Ob in Wokgerichten, Suppen, Quiches, Aufläufen, Salaten oder als Beilage zu Pasta – kaum ein Gemüse hat in den vergangenen Jahrzehnten eine vergleichbare Erfolgsgeschichte geschrieben. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich Brokkoli vom Nischenprodukt zu einem festen Bestandteil der deutschen Gemüseküche.

Frisches Gemüse direkt aus heimischem Anbau

Mit Beginn der heimischen Saison gelangen Blumenkohl und Brokkoli frisch vom Feld in die Regale des Lebensmitteleinzelhandels. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist das selbstverständlich. Tatsächlich steckt dahinter jedoch deutlich mehr, als oft angenommen wird. Beide Kulturen stellen hohe Anforderungen an Boden, Wasserversorgung und Witterung. Gleichzeitig setzen viele Gemüseerzeuger auf Maßnahmen, die den Schutz natürlicher Ressourcen fördern und eine nachhaltige Bewirtschaftung unterstützen.

Blühstreifen, vielfältige Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und Maßnahmen zum Bodenschutz gehören heute auf vielen Betrieben zur Praxis. Sie helfen dabei, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten und Lebensräume für Insekten und andere Nützlinge zu schaffen.

Viele Verbraucher wissen nicht, dass zahlreiche Maßnahmen, die häufig ausschließlich mit besonders naturnaher Landwirtschaft verbunden werden, längst fester Bestandteil moderner Gemüseproduktion sind.

Power

Blumenkohl und Brokkoli überzeugen nicht nur geschmacklich. Beide Gemüsesorten liefern wertvolle Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Besonders Vitamin C und Folsäure sind in beiden Kulturen enthalten. Brokkoli liefert darüber hinaus nennenswerte Mengen an Vitamin K und Vitamin A und gilt deshalb als eines der nährstoffreichsten heimischen Gemüse überhaupt. Dabei gilt: Je frischer das Gemüse verzehrt wird, desto besser bleiben Geschmack und Inhaltsstoffe erhalten.

Frische erkennen

Wer Blumenkohl oder Brokkoli einkauft, sollte auf einige Merkmale achten:
- feste, geschlossene Röschen,
- frische grüne Blätter,
- einen knackigen Strunk beim Brokkoli,

Die grünen Blätter sind dabei oft der beste Frischeindikator. Je frischer die Blätter wirken, desto frischer wurde das Gemüse geerntet.

Frisches Gemüse sollte möglichst zeitnah verzehrt werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Blumenkohl bis zu einer Woche, Brokkoli etwa zwei Tage.

Zubereitung
- Blumenkohl eignet sich hervorragend zum Backen, Dünsten oder Pürieren.
- Brokkoli bleibt besonders knackig, wenn er nur kurz gegart wird.
- Auch Strunk und Blätter können in vielen Gerichten verwendet werden.

Gut zu wissen

Viele Verbraucher entsorgen Teile des Gemüses unnötigerweise.
- Der Brokkolistrunk kann geschält und mitverarbeitet werden.
- So lässt sich Lebensmittelverschwendung reduzieren und das gesamte Gemüse nutzen.

10 Fakten zu Blumenkohl und Brokkoli
- Brokkoli ist eigentlich eine Blüte
- Was wir essen, sind die noch nicht geöffneten Blütenknospen der Pflanze. Würde Brokkoli nicht geerntet, würden sich daraus gelbe Blüten entwickeln.
- Blumenkohl ist botanisch ebenfalls eine Blüte
- Auch der Blumenkohlkopf besteht aus verdickten, noch nicht vollständig entwickelten Blütenanlagen. Genau genommen essen wir bei beiden Gemüsen also die Blüte.
- Brokkoli folgt einem mathematischen Prinzip
- Die Verzweigungen der Brokkoliröschen ähneln sogenannten Fraktalen. Das bedeutet: Die Struktur wiederholt sich immer wieder in ähnlicher Form – vom großen Kopf bis zum kleinsten Röschen.
- Blumenkohl hat eine zweite Karriere gestartet
- Noch vor zehn Jahren galt Blumenkohl als klassisches Sonntagsgemüse. Heute wird er als Pizzaboden, Reisersatz, Steak oder vegane Bolognese weltweit gefeiert und zählt zu den größten Gemüse-Trends der vergangenen Jahre.
- Blumenkohl ist ein echter Weltbürger
- Kaum ein Gemüse wird in so vielen Küchen der Welt verwendet. Von indischen Pakoras über arabische Ofengerichte bis hin zu asiatischen Currys ist Blumenkohl auf nahezu allen Kontinenten zuhause.
- Brokkoli kommt ursprünglich aus Italien
- Bereits die Römer schätzten Brokkoli als Gemüse. Der Name leitet sich vom italienischen Wort broccolo ab, was so viel wie „kleiner Spross“ bedeutet.
- Brokkoli und Blumenkohl müssen nicht grün oder weiß sein
- Neben den bekannten Sorten gibt es auch violetten Brokkoli sowie grünen, orangefarbenen oder violetten Blumenkohl. Die Farben entstehen durch natürliche Pflanzenfarbstoffe und unterschiedliche Lichtverhältnisse während des Wachstums.
- Brokkoli war in Deutschland lange ein Exot
- Erst in den vergangenen Jahrzehnten hat Brokkoli seinen Siegeszug angetreten und gehört heute zu den beliebtesten Kohlgemüsen überhaupt.
- Fast die ganze Pflanze ist essbar
- Viele Verbraucher nutzen nur die Röschen. Tatsächlich lassen sich beim Brokkoli auch der geschälte Strunk und junge Blätter verwenden. 
- Frische erkennt man am Blatt
- Die grünen Hüllblätter des Blumenkohls und die frischen Blätter am Brokkolistrunk sind oft bessere Frischeindikatoren als die Köpfe selbst. Je frischer die Blätter, desto frischer wurde das Gemüse geerntet.

Fresh Veggies Day: Ein guter Anlass für mehr Gemüse

Der Fresh Veggies Day erinnert weltweit daran, wie wichtig frisches Gemüse für eine ausgewogene Ernährung ist.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich fünf Portionen Obst und Gemüse. Idealerweise sollte dabei drei Portionen auf Gemüse (400g) und zwei Portionen auf Obst (250g) entfallen. Blumenkohl und Brokkoli leisten hierzu einen wertvollen Beitrag und lassen sich vielseitig in den Speiseplan integrieren.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 


Veröffentlicht am: 16.06.2026

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