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Die neuen Turniere in Deutschland sehe ich als große Chance

Interview mit Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber

Diese Woche die bett1open in Berlin, nächste Woche die Bad Homburg Open: Zwei neue WTA-Turniere, die von Porsche unterstützt werden, werten den Tennisstandort Deutschland weiter auf.

Mit Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber sprach der Porsche Newsroom über diese positive Entwicklung, die damit verbundenen Chancen für die besten Nachwuchsspielerinnen im Land sowie über ihr Engagement beim Turnier in Bad Homburg. Sie tritt dort nicht nur als Spielerin an, sondern ist auch in die Organisation eingebunden. Diese Doppelrolle, sagt sie, sei „eine tolle Herausforderung.“

Angelique, zwei neue Damenturniere in Deutschland neben dem traditionsreichen Porsche Tennis Grand Prix – wie finden Sie das?
Angelique Kerber:
Das ist eine großartige Entwicklung. Seit ich auf der WTA Tour unterwegs bin, wünsche ich mir mehr Turniere in Deutschland. Jetzt ist es endlich soweit. Ich freue mich für die Tennisfans, die jetzt noch mehr hochklassiges Damentennis mit den besten Spielerinnen der Welt erleben können.

Was bedeutet das für das deutsche Damentennis?
Angelique Kerber:
Ich sehe das als große Chance. Unsere besten Nachwuchsspielerinnen werden mit Hilfe von Wildcards noch mehr Möglichkeiten haben, sich einem größeren Publikum zu präsentieren und – was noch viel wichtiger ist – sich auf einem hohen Niveau mit Topspielerinnen zu messen. Das sind wertvolle Erfahrungen, die sie in ihrer Karriere weiterbringen. Dass es diese Talente in Deutschland gibt, haben wir ja erst jetzt wieder beim Porsche Tennis Grand Prix gesehen.

Sind die Turniere auch ein Beleg für den hohen Stellenwert, den das Damentennis in Deutschland genießt?
Angelique Kerber:
Auf jeden Fall. Ich freue mich und bin auch ein bisschen stolz darauf, dass ich mit meinem Erfolgen in den vergangenen Jahren womöglich mit dazu beitragen konnte, dass das Damentennis bei uns jetzt wieder einen größeren Stellenwert hat. Auch die erfolgreichen Auftritte des Porsche Team Deutschland im Billie Jean King Cup, dem früheren Fed Cup, haben diese positive Entwicklung möglich gemacht.

Die Bad Homburg Open sind mit Ihr „Baby“, Sie sind gleichzeitig Spielerin und Turnierbotschafterin. Wie weit sind Sie in die Organisation involviert und wie gefällt Ihnen diese Doppelrolle?
Angelique Kerber:
Für mich war das von Anfang an eine sehr spannende Reise. Ich habe noch mehr interessante Einblicke in die organisatorische Arbeit erhalten, die in so einem Turnier steckt und habe oft gestaunt, was es alles braucht, damit es von A bis Z gut läuft. Es ist eine tolle Herausforderung, nicht nur als Spielerin involviert zu sein, sondern gleichzeitig mitverantwortlich zu sein für den Erfolg des Turniers. Diese Verantwortung ist mir bewusst, und ich trage sie gerne. Nachdem die Premiere im vergangenen Jahr wegen Corona ausfallen musste, freue ich mich umso mehr, dass wir jetzt endlich starten können.

Wie reizvoll ist es, seine Wünsche und Erfahrungen als Spielerin in sein eigenes Turnier einbringen zu können?
Angelique Kerber:
Ich bin glücklich und dankbar, dass ich bei den Bad Homburg Open die Möglichkeit dazu habe. Natürlich habe ich versucht, so viele Erfahrungen wie möglich einzubringen. Ich weiß schließlich, was die Spielerinnen von einem Turnier erwarten und auf was sie besonderen Wert legen. Doch es ging dabei auch um die Frage: Was ist möglich? Was kann man umsetzen? Die Gesamtsituation ist ja weiterhin nicht einfach. Trotzdem glaube ich, dass wir zusammen mit unserem Team ein gutes Turnier hinbekommen haben, eines mit familiärer Atmosphäre und einem gewissen Wohlfühlcharakter. Ich bin gespannt, wie es die Spielerinnen finden.

Brauchte es viel Überredungskunst, um Stars wie Simona Halep und Petra Kvitova nach Bad Homburg zu locken?
Angelique Kerber:
Überhaupt nicht. Simona und Petra als ehemalige Wimbledon-Siegerinnen bei uns zu haben, ist natürlich toll, auch für die Fans. Es hat sicherlich geholfen, dass sie mich gut kennen und nicht zuletzt vom Porsche Tennis Grand Prix her wissen, wie gut Turniere in Deutschland organisiert sind. Vor allem freuen sie sich aber, wie ich auch, dass sie vor Wimbledon noch ein paar Matches auf Rasen spielen können. Wir werden sicherlich ein spannendes Turnier erleben.

Welche positiven Dinge aus Ihrer Zeit auf der Tour stecken denn in den Bad Homburg Open?
Angelique Kerber:
Vor allem freue ich mich, dass wir Zuschauer auf der Anlage haben werden und nicht vor leeren Rängen spielen müssen. Das ist für mich und alle anderen Spielerinnen ein ganz wichtiger Faktor. Darüber hinaus haben wir uns natürlich bemüht, ihnen Bedingungen zu bieten, unter denen sie ihre besten Leistungen bringen können. Ein kompaktes Turnier mit kurzen Wegen. Das war – in Anlehnung an den Porsche Tennis Grand Prix – unser Anspruch. Das Spielerinnen-Hotel liegt nur 300 Meter von der Anlage entfernt, wir haben gute Trainingsplätze, das ganze Drumherum passt. Ich bin sicher, die Spielerinnen werden sich bei uns wohlfühlen.

Der exklusive Porsche Shuttle-Service, von Porsche Deutschland mit Unterstützung durch das Porsche Zentrum Bad Homburg bereitgestellt, wird sicherlich mit dazu beitragen.
Angelique Kerber:
Davon bin ich überzeugt. Als Porsche-Markenbotschafterin freue ich mich sehr, dass Porsche als langjähriger Förderer des Damentennis jetzt auch Partner unseres Turniers ist. Das gilt auch für die Spielerinnen. Die sind immer begeistert, wenn sie mit so tollen Autos hin- und hergefahren werden.

Sie haben die Zuschauer angesprochen. Wie viele dürfen denn auf die Anlage und wie war die Resonanz der Tennisfans?
Angelique Kerber:
Die war überwältigend. Wir dürfen pro Tag 600 Zuschauer auf die Anlage lassen, und als wir letzte Woche ins Ticketing gestartet sind, und zwar nur für Karteninhaber des Vorjahres, war nach einer halben Stunde jeder Tag ausverkauft. Das zeigt uns, wie sehr sich die Menschen auf unser Turnier freuen. Ein größeres Kompliment kann es für einen Veranstalter nicht geben.

Porsche im Tennis

Bereits seit 1978 ist Porsche Sponsor des Porsche Tennis Grand Prix, seit 2002 zusätzlich auch Veranstalter. Das Turnier in der Stuttgarter Porsche-Arena wurde bei der letzten Spielerinnen-Wahl erneut zum weltweit beliebtesten seiner Kategorie gekürt. Im Rahmen seiner globalen Partnerschaft mit der Women’s Tennis Association (WTA) ist Porsche unter anderem Titelpartner des „Porsche Race to Shenzhen“, der offiziellen Qualifikationsrangliste für die Shiseido WTA Finals.

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller ist zudem exklusiver Automobilpartner der WTA sowie der WTA Finals und in diesem Jahr Sponsor der WTA-Turniere in Lyon und St. Petersburg sowie Berlin und Bad Homburg. Als Premiumpartner des Deutschen Tennis Bundes (DTB) unterstützt das Unternehmen das Porsche Team Deutschland im Billie Jean King Cup (ehemals Fed Cup) und engagiert sich mit dem Porsche Talent Team sowie dem Porsche Junior Team in der Nachwuchsförderung. Die Markenbotschafterinnen Angelique Kerber, Julia Görges und Maria Sharapova geben Porsche im Tennis ein Gesicht.

 


Veröffentlicht am: 19.06.2021

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