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Im Oktober startet die Olivenernte

Eine Reise in die Anbaugebiete überzeugt Feinschmecker von der Qualität der Olivenöle mit g.U.

 



Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung zeichnen sich durch die Geschmacksvielfalt und die lückenlose Rückverfolgbarkeit aus. Vom Feld bis zur Flasche bestimmen spezifische Regeln einer jeden g.U die Produktion.

Sorten, Kulturtyp, Bewirtschaftung oder Erntedatum – alles ist im Pflichtenheft genau angegeben, um die geschützte Ursprungsbezeichnung zu beanspruchen.

Die Erntezeit ist dabei von Sorten und Traditionen des Anbaugebiets abhängig. So wird der Erntebeginn, die sogenannte Olivensaison, jedes Jahr von der Dachorganisation der g.U. in Absprache mit dem Nationalinstitut für Herkunft und Qualität, in Frankreich „INAO“, festgelegt. Die Aufgabe der Dachorganisation besteht darin, die Entwicklung der Reife zu analysieren, um den richtigen Zeitpunkt für die Gewinnung des Olivenöls festzulegen. Der Termin für den Erntebeginn ändert sich jährlich, da die Reife der Oliven enorm von den Wetterbedingungen abhängt. Während die Früchte durch die Sommermonate gedeihen, werfen wir einen Blick auf die acht Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung in Frankreichs Süden, deren Erntedaten und die Orte, wo sich ein Besuch im Spätherbst lohnt.

In der gesamten Provence

Huile d’olive de Provence g.U.

„Huile d’olive de Provence“ ist die jüngste der französischen g.U. Sie ist seit Ende Februar 2020 eine geschützte Ursprungsbezeichnung.
Die Aromapalette der im Gebiet der g.U. Provence hergestellten Olivenöle ist breit und vielfältig. Zwei Arten von Geschmack koexistieren.
- Huile d’olive de Provence g.U. - intensiver Geschmack: Das Öl zeichnet sich durch Aromen von Gras, roher Artischocke aus, die durch Aromen von Banane, Haselnuss, frischer Mandel und Tomatenblatt ergänzt werden. Im Abgang kann es scharf sein.
- Huile d’olive de Provence g.U. - gereifte Oliven: Das Öl zeichnet sich durch seine Süße und seine Aromen von schwarzen Oliven, kandierten Früchten, Unterholz und/oder geröstetem Brot aus.
 >> Erntezeit im Oktober & November – mehrere mögliche Orte in den Bouches-du-Rhône, dem Var und dem Vaucluse: Eguilles, La Londe les Maures, Les Ferrages, Beaumes-de-Venise, Cadenet
    
In den Bouches-du-Rhône

Huile d’olive d’Aix-en-Provence g.U.

Die 2001 verliehene „Huile d’olive d’Aix-en-Provence g.U.“ entspricht einem Gebiet, das 73 Gemeinden in 2 Departements umfasst (davon 70 in den Bouches du Rhône und 3 im Var). Die im Gebiet Huile d’olive d’Aix-en-Provence g.U. hergestellten Olivenöle bieten zwei Geschmacksrichtungen.
- Huile d’olive d’Aix-en-Provence g.U. – intensiver Geschmack: gekennzeichnet durch Aromen von frischem Gras und roher Artischocke, ergänzt durch Noten von Walnuss, frischer Haselnuss, roten Früchten und manchmal Pfeffer. Die Schärfe und Bitterkeit kann mild bis mittel sein.
- Huile d’olive d’Aix-en-Provence g.U. - gereifte Oliven: In der Nase süßes und komplexes Olivenöl, dominiert von Aromen von geröstetem Brot und schwarzen Oliven, zu denen sich Noten von gekochter Artischocke, Kakao oder Vanille gesellen. Am Gaumen finden wir Sauerteigbrot, schwarze Oliven, Kakao und gekochte Artischocke.
>> Erntezeit Oktober & November – mehrere mögliche Orte in den Bouches-du-Rhône: Berre l’Etang, Auriol, Lançon de Provence

Huile d’olive de la Vallée des-Baux-de-Provence g.U.
Die 1999 erlangte „Huile d’olive de la Vallée des-Baux-de-Provence g.U.“ bietet 2 Arten von Olivenöl.
- Huile d’olive de la Vallée des-Baux-de-Provence g.U. – intensiver Geschmack: Düfte und Aromen von frisch geschnittenem Gras, Apfel, Mandel, roher Artischocke, frischer Haselnuss und Tomatenblatt auszeichnet.
- Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence - gereifte Oliven g.U.: Noten von kandierten Oliven, schwarzen Oliven, Olivenpaste, Kakao, Pilzen, gekochten Artischocken, Trüffel und Sauerteigbrot.
 >> Erntezeit Oktober & November – mehrere mögliche Orte in den Bouches-du-Rhône: Saint-Martin-de-Crau, Les-Baux-de-Provence, Eygalières, Maussane-les-Alpilles     
      
In den Alpes de Haute-Provence

Huile d’olive de Haute-Provence g.U.

Die 2001 verliehene „Huile d’olive de Haute-Provence g.U.“ wird zu mindestens 80% aus Oliven der Sorte Aglandau hergestellt. Das Gebiet erstreckt sich hauptsächlich über das Departement Alpes de Haute Provence, sowie ein paar Randregionen in den Departements Bouches-du-Rhône, Var, Vaucluse.
- Huile d’olive de Haute-Provence g.U. – intensiver Geschmack: Düfte und Aromen von rohen Artischocken, Äpfeln, Bananen, frisch geschnittenem Gras und frischen Mandeln.
>> Erntezeit Oktober & November – mehrere mögliche Orte in den Alpes de Haute-Provence: Manosque, Valensole, Les Mées     
      
In der Drôme

Huile d’olive de Nyons g.U.

„Huile d’olive de Nyons g.U.“ Wurde 1997 erteilt und umfasst 53 Gemeinden (35 in der Drôme, 18 im Vaucluse)
- Huile d’olive de Nyons g.U. – subtiler Geschmack: in der Nase Aromen von grünem Apfel und Trockenfrüchten, mit einem buttrigen Geschmack und Noten von frischer Haselnuss, Mandel, Walnuss und/oder frisch geschnittenem Gras.
>> Erntezeit Mitte November bis Mitte Januar, ideal für den Besuch ist Mitte Dezember – mehrere mögliche Orte in der Drôme: Nyons, Mirabel-aux-Baronnies     
      
Auf Korsika

Huile d’olive de Corse – Oliu di Corsica g.U.

Die Olivenhaine auf Korsika bestehen aus großen jahrhundertealten Bäumen, die oft durch natürlichen Fall auf Netze geerntet werden, und jungen Plantagen, die eher durch mechanischen Fall bei Reife geerntet werden. Die g.U. wurde im Jahr 2007 erteilt. Dank der Vielfalt der Sorten und der Erntemethoden weist das korsische Olivenöl eine außergewöhnliche Aromavielfalt auf.
- Huile d’olive de Corse – Oliu di Corsica g.U.: Das Öl zeichnet sich durch Aromen aus, die an Mandeln, Artischocken, Heu, Trockenfrüchte oder Äpfel erinnern. Es ist ein süßes Öl mit einer geringen Schärfe und Bitterkeit.
- Huile d’olive de Corse – Oliu di Corsica g.U. – récolte à l’ancienne: rund und voll im Mund. Seine charakteristischen und dominanten Aromen sind schwarze Oliven, trockenes Heu, Trockenfrüchte (Mandel, Walnuss, Haselnuss), blumige Düfte der Macchia, Pilze und Unterholz. Es ist ein süßes Öl mit wenig oder gar keiner Schärfe sowie Bitterkeit.
>> Erntezeit November bis März nach Ernteart – mehrere mögliche Orte auf Korsika: Sainte Lucie De Tallano, San Gavino Di Tenda, Sollacaro     
      
Im Gard

Huile d’olive de Nîmes g.U.

Die geschützte Ursprungsbezeichnung „Huile d’olive de Nîmes g.U.“ wurde 2007 verliehen. Das Gebiet der g.U. umfasst 223 Gemeinden, die sich hauptsächlich im Departement Gard befinden.
- Huile d’olive de Nîmes g.U. – intensiver Geschmack: im Wesentlichen pflanzliche Düfte in der Nase, wie frisches Gras, geschnittenes Heu, rohe Artischocke und Tomatenpflanze. Am Gaumen ist die Fruchtigkeit vor allem von Kräutern, Heu, Ananas, gelber Pflaume und roher Artischocke geprägt, teils ergänzt durch Aromen von roter Pflaume und Apfel.
>> Erntezeit Oktober & November – mehrere mögliche Orte im Gard: Estézargues, Saint-Gilles, Goudargues, Uzès     
      
In der Grafschaft Nizza

Huile d’olive de Nice g.U.

Das Gebiet der „Huile d’olive de Nice g.U.“ umfasst ein Terroir aus Hügeln und Hängen von Grasse bis Menton und vom Meer bis in die Berge, wo die Sorte Cailletier vorherrscht. Die geschützte Ursprungsbezeichnung wurde im Jahr 2006 erhalten.
- Huile d’olive de Nice g.U. – subtiler Geschmack: Olivenöl das sich durch fruchtige Süße auszeichnet, mit sehr intensiven Aromen von frischen Mandeln, begleitet von Noten von Ginster, roher Artischocke, Heu, Gras, Blättern, Gebäck, reifem Apfel, Trockenobst oder Zitronennoten.
>> Erntezeit Dezember bis Januar – mehrere mögliche Orte in den Alpes-Maritimes: Opio, La Trinité     
      
Die derzeitige Einschätzung der Olivenernte von Laurent Belorgey, Präsident von France Olive und Oliveron: „Die Hoffnung auf eine gute Ernte zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Erzeuger, aber auch aller anderen Akteure des Olivensektors. Die letzten beiden Ernten waren enttäuschend, die Folgen von Regen für einige und Frost für andere haben die Olivenhaine auf die Probe gestellt. Die prächtige Blüte war der Vorbote für die Fülle von Oliven an den Bäumen, auch wenn die Natur in manchen Gegenden nicht gnädig war. Unter dem Gesang der Zikaden werden die Früchte nun runder, die Sonne und die starke Hitze regen die Lipogenese (Ölbildung) an. Eine Bauernregel besagt jedoch, dass man bis zur Ernte vorsichtig bleiben muss: das Olivenöl ist noch nicht in den Fässern, aber die Mühlen bereiten sich vor...“.

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Veröffentlicht am: 31.07.2021

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