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Alpirsbacher Klosterbräu Weihnachtsbier gibt es vermutlich schon seit 140 Jahren

Diese Tradition dürfte einmalig in Baden-Württemberg sein

Traditionen hängt oft ein verstaubtes Image an. Nicht so beim Weihnachtsbier von Alpirsbacher Klosterbräu.Im Jahr 1880, also vor 140 Jahren, begann die Erfolgsgeschichte der damals von Carl Albert Glauner übernommenen Klosterbrauerei.

Und vermutlich schon seit dieser Zeit brauen die Braumeister der Schwarzwälder Spezialitäten-Brauerei bereits das bei vielen Kunden sehr beliebte Bier zum Fest. „Wir gehen davon von, dass schon von Beginn anin Alpirsbach Weihnachtsbier gebraut wurde“, sagt Carl Glauner, der in vierter Generation das erfolgreiche Unternehmen führt. Auch in diesem, von Corona bestimmten Jahr sind die ersten Flaschen des Alpirsbacher Weihnachtsbieres bereits abgefüllt und ausgeliefert worden. „Vielleicht sind diese kleinen, alltäglichen Köstlichkeiten in diesem Jahr wichtiger als zuvor,” betont Carl Glauner.

Die Spezialität mit dem berühmten Brauwasser aus dem Schwarzwald, traditionell der Dank der Braumeister an die treuen Biertrinker und gebraut nach einem alten Klosterrezept, ist auch in diesem Jahr stark nachgefragt. „Wir haben Kunden, die decken sich mit einem großen Vorrat an unserem Weihnachtsbier ein“, berichtet Geschäftsführer Markus Schlör. Dies liegt nicht nur daran, dass das Weihnachtsbier nicht nur zum Fest und Silvester sowie in den kalten Monaten getrunken werden kann, sondern bis weit ins nächste Jahr hinein.

Außerdem unterscheidet sich das Alpirsbacher Weihnachtsbier von anderen Produkten aus der Spezialitäten-Brauerei. Mit seiner frischen und lichtdurchfluteten Illustration des Etiketts würdigt das Weihnachtsbier den Schwarzwald als Heimat der Alpirsbacher Biere. „Ein kräftiger Trunk, der gerade in der kalten Jahreszeit vor und um Weihnachten für besinnliche Stimmung und innere Einkehr sorgt“, charakterisiert Brauerei-Chef Carl Glauner das extra stark eingebraute Weihnachtsbier mit einem Alkoholgehalt von 5,6 % vol. Vermutlich schon im 19. Jahrhundert sei das Weihnachtsbier der Dank der Braumeister und der Brauerei an die Konsumenten gewesen.

Tatsächlich dürfte die Alpirsbacher Klosterbrauerei als eine der ersten Brauereien im Land diese Tradition begonnen zu haben. Carl Glauner hat unlängst im Archiv der Brauerei ein altes Geheimbuch gefunden; zwar konnte der Brauerei-Chef darin leider kein Rezept des ersten Weihnachtsbieres finden, dafür aber finden sich im Archiv der Brauerei schon Aufzeichnungen und Etiketten von Weihnachtsbier aus den 1930er-Jahren.Und an dieser Tradition will die Alpirsbacher Klosterbrauerei auch weiterhin festhalten: Deshalb wird Alpirsbacher auch künftig den festlich-aromatischen Trunk „Weihnachtsbier“ nennen und nicht „Winterbier“, wie manch andere Brauereien.

Dass das Alpirsbacher Weihnachtsbier eine besondere Spezialität ist, zeigt ein Blick auf die Zutaten: Braumeister Hans-Martin Walz verwendet beispielsweise den Hallertauer Opalhopfen, eine seltene, von Brauern nur noch wenig verwendete Hopfenart. Er nimmt für sein Weihnachtsbier außerdem das helle Sommergerstenmalz und als Besonderheit auch noch das Wiener Malz. Und wenn er davon erzählt, bekommt Walz selbst ganz glänzende Augen. „Es ist eine seltene Malzart, die kaum eine Brauerei noch benutzt. Eigentlich wird Wiener Malz verwendet, um den Brötchen einen goldgelben Glanz zu verleihen.“ Und genau diesen Glanz haben Walz und sein Team nun beim Weihnachtsbier erreicht.

Glanzklar mit kräftigem Goldton, festlich bedacht von einer feien Schaumkrone. Malzaromatisch im Duft gepaart mit blumig-frischen Hopfenaromen – so beschreibt Braumeister Hans-Martin Walz das Alpirsbacher Weihnachtsbier mit seiner langer Brautradition. Das würzige Bier mit extra hoher Stammwürze und dem besonderen Aromahopfen passe ausgezeichnet zu Weihnachtsgebäck oder auch zu herzhaften Gerichten. Geschäftsführer Markus Schlör ergänzt: „Im Winter beginnt gerade bei uns im Schwarzwald eine Zeit des Zaubers. Unser Alpirsbacher Weihnachtsbier verleiht jedem Anlass einen Hauch von Festlichkeit und Gemütlichkeit.“

 


Veröffentlicht am: 28.11.2020

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