Gestern gab es bei mir eine Prämiere, ich kochte eine Radieschensuppe. Nein keine aus den roten Knollen, sondern aus den Blättern. Ja, die sind nicht nur essbar, sondern auch lecker, also viel zu schade, um auf dem Kompost zu landen.
Es ist Pilzzeit, zumindest hier bei mir in der Lausitz wird bereits zum Pilz-Halali geblasen. Groß in den Wald muss ich nicht gehen, Pilze – auch solche die ich kenne, finde ich auf dem Weg zur Mülltonne, zur Garage, dem Trockenplatz oder dem Garten.
Nach fast fünf Wochen im Krankenhaus und vier operativen Eingriffen beziehungsweise Operationen tut es mir gefühlt überall weh, kann ich so gut wie nicht schlafen. Da geht einem so einigen durch den Kopf, auch der Gedanke daran, dass Frauen mit Schmerzen besser umgehen als Männer, wie sonst können sie die Art, die Menschheit reproduzieren.
Nein, heute geht es nicht um meine nächste Reise, es geht überhaupt nicht um das Reisen – leider. Nein, es geht wieder einmal um das leidige Thema Krankenhaus. Bisher war ich ja in einem großen Universitätskrankenhaus, aktuell in einer kleinen Klinik in einer Kreisstadt. Zwischendurch verbrachte ich eine ganze Nacht im eigenen Bett.
Männer machen viel, rasen mit dem Auto besoffen über die Autobahn, springen aus Flugzeugen, manche heiraten sogar. Männer sind also mutig! Männer sind mutig? Höre ich da die Hühner lachen?
Ja, das Leben ist schön, wie auch sonst, wir haben ja nur eines. Nun gut, manchmal fällt es einem schon schwer, so einen Satz zu sagen, zu schreiben. Doch heute tue ich das mit voller Überzeugung.
Das Foto oben könnte aus einem Werbeprospekt für angehende Pflegekräfte sein. Doch die Realität ist leider eine andere – sicherlich nicht nur in dem Klinikum, in dem ich noch immer liege. Hier würde wohl so gut wie gar nichts gehen, gäbe es hier nicht die vielen angehenden Mediziner, Pflegekräfte und Physeotherapeuten, die für ein lächerliches „Taschengeld“ ihr „freiwilliges“ soziales Jahr oder ein Praktikum machen.
Wie ja schon verkündet, befindet sich die Redaktion von genussmaenner.de in einer Universitätsklinik. Wo, das ist für meine Beobachtungen egal, denn ich gehe davon aus, dass die Zustände überall zumindest sehr ähnlich sind.
Nun war es soweit: Ich wurde an der Wirbelsäule operiert und somit einige Tage völlig außer Gefecht gesetzt. Nun – Achtung Wortspiel! – kann ich zumindest einig Zeit wieder sitzen. Es geht also weiter mit genussmaenner.de.
Als Kind, so mit 7, 8 Jahren zog es mich immer zum Schaufenster unseres Gemüsehändlers. Eigentlich mochte ich den Laden nicht, denn darin roch es immer modrig – zumindest in meiner Erinnerung. Damals gab es in Ost-Berlin Kartoffeln auf Marken und sie wurden lose verkauft.
Am Wochenende holten wir einen zuvor verschobenen Trip an die deutsch-polnische Neißemetropole Görlitz/Zgorzelec nach. Die in Folge des 2. Weltkrieges geteilte Stadt feierte sein jährliches Volksfest – und was für eines.
Die Preise für Benzin und Diesel sind seit Wochen – oder schon Monaten – exorbitant hoch. Es scheint, als ob sich daran auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern wird. Alle regen sich auf, aber eher wie über einen verregneten Sommer als über einen existenzgefährdenden Trend.
Die Waschmaschine wäscht nicht mehr, das Auto will nicht mehr und das Bein bleibt einfach stehen – was tun? Der gerufene Waschmaschinenmonteur schüttelt vielsagend den Kopf und meint, die Reparatur kostet 500 Euro. In der Autowerkstatt hat man den Fehler schnell gefunden – der Kühler, Preis 3.000 Euro. Der Arzt meint, das Bein muss ab.
Viele Menschen arbeiten dafür, dass wir unser Leben lukullisch genießen können. Die einen machen das in ihren Werkstätten, andere in der Natur. Winzer arbeiten im Weinberg und im Weinkeller.
Nun will man die armen Kinder sogar im Land des Internets genau davor schützen. Gut, die Kinder können nächtelang in Opas Garage am nächten Milliarden-Dollar-Unternehmen basteln, sie können stundenlang in der Kirche oder auf dem Schießstand zubringen, aber bitte nicht im Internet surfen. Das ist gottlos, unamerikanisch und schadet den lieben Kleinen.
Gestern erlebte Cottbus eine ganz besondere Theaterpremiere. Auf dem Spielplan des „Lausitz Festival“ stand und steht noch bis zum 30. August „Hamlet“ in der Regie von Marcel Kohler.
Eines finde ich komisch, Demokraten, die ja die göttliche Herrschaft des Adels genau wie die von Diktatoren ablehnen, aber mit denen eines gemeinsam haben: Sie lieben Paläste, sie lieben Schlösser und Prunkbauten.
Kurz vor dem Ende der Schulferien in Berlin und Brandenburg sah ich im Fernsehen einen Beitrag über eine ausgezeichnete Schule. Man berichtete, dass es dort im klassischen Sinne keine Lehrer mehr gibt. Gleiches gilt für Klassenverbände, was zur Folge hat, dass es auch keine Klassenzimmer mehr gibt.
Hitze, überhitzte Städte, Hitzetote, aber auch Waldbrände, Waldumbau – das waren nur einige Themen, mit denen man das journalistische Sommerloch zu stopfen versuchte. Das ist nun gestopft. Die Temperaturen sind gefallen und – gaaaaanz wichtig!!!! – der Kanzler ist aus der Versenkung wieder aufgetaucht.
Gestern saß ich bei angenehmen Wetter im Garten und erfreute mich an all den Blumen, die eigentlich eine Bienenweide sein müssten. Ja, müssten, denn die Bienen machten sich rar. Das galt und gilt schon länger, dass auch die Hummeln durch Abwesenheit glänzen.